{"id":2395,"date":"2025-09-16T08:34:41","date_gmt":"2025-09-16T06:34:41","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.life-is-risk.com\/?p=2395"},"modified":"2025-11-29T12:13:46","modified_gmt":"2025-11-29T11:13:46","slug":"16-09-23-09-2025-lefkada","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.life-is-risk.com\/index.php\/2025\/09\/16\/16-09-23-09-2025-lefkada\/","title":{"rendered":"16.09. &#8211; 23.09.2025: Lefkada"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Ach ja..immer wieder Lefkada. Die Halbinsel verfolgt uns nun schon einige Jahre und ich freu mich immer wieder drauf. Das spannende ist, dass es immer irgendwie anders ist. Erst zum Kiten bzw. Wingen, dann Urlaub und Weiterfahrt nach Mammos Beach (auch zum Kiten) und nun zum Gleitschirmfliegen. Verr\u00fcckt.&nbsp;<br \/>\nIch war echt voller Vorfreude, aber auch Nervosit\u00e4t. Vorfreude, weil es nat\u00fcrlich mein erster richtiger Urlaub dieses Jahr war. Nerv\u00f6s, weil ich mir sorgen machte ob alles gut geht mit meinem Knie und auch generell mit dem Fliegen. Etwas gesteigert hat die Nervosit\u00e4t dann, dass Laura kurz vorher oben im Schlafzimmer umgeknickt war. Es f\u00fchlte sich alles an wie ein Kartenhaus, dass bei der kleinsten Ber\u00fchrung zusammen fallen konnte. Auch war es f\u00fcr mich komplett neu f\u00fcr eine Gleitschirmreise zu packen, bei der man mit dem Flugzeug hin fliegt. Zumindest was das Equipment anging wusste ich, dass ich einen neuen Duffel brauchte. Nachdem alles besorgt war, die Wettervorhersage gecheckt war (25Grad und mehr) und alles im Duffel war gings am Dienstagnachmittag los. Eine Mischung aus Vorfreude, Erleichterung und Nervosit\u00e4t machte sich breit. Am Flughafen parkten wir Spike auf einem Au\u00dfenparkplatz und es ging mit der S-Bahn rein. Nachdem alles mittlerweile automatisiert von statten ging waren wir auch schon im Wartebereich. Ich erk\u00e4mpfte mir ein Wei\u00dfbier (bei dem einen Stand wurde die Zapfanlage ges\u00e4ubert, am anderen gab es das Wei\u00dfbier nur aus der Flasche) und wir fingen an den Urlaub zu genie\u00dfen. Am Gate trafen wir dann Wolfi und den Res der Crew. Wolfi war auch erleichtert, dass wir uns die Epsis geholt hatten, was einige Fl\u00fcge schon deutlich einfach machen d\u00fcrfe. Ich verschwieg ihm in dem Moment, dass ich meinen noch nie geflogen bin. Der Flug selber war von der Aussicht her super. Freier Himmel und beginnendender Sonnenuntergang. Das Alpenvorland wurde in goldenes Licht getaucht und wir flogen sogar \u00fcber Aschau r\u00fcber. Danach der Alpenhauptkamm und bei Triest ging die Sonne dann unter.&nbsp;<br \/>\nIn Lefkada angekommen erwartete uns schon Akis mit seinem etwas abgeranzten Opel Vivaro und einem Renault Kangoo. Wir luden alles ein und in der Dunkelheit gings r\u00fcber nach Lefkada. Akis war ein witziger Typ irgendwie. Er hat lange in Deutschland gelebt und konnte damit gut Deutsch, allerdings im Slang, was total witzig war. Spacko und so. Nach Lefkada r\u00fcber gab es eine Besonderheit. Die Br\u00fccke war irgendwie eingest\u00fcrzt und eine alte F\u00e4hre diente als Ersatzbr\u00fccke. Diese hat man ziemlich passgenau eingeparkt und beide Klappen aufgemacht, so dass man einfach r\u00fcber fuhr. Unsere Unterkunft war neben dem uns bekannten Kitestrand. Sie war einfach, aber ok. Nachdem wir unser Zeug drin hatten gings auch zum ersten mal Essen und was sollte es anderes geben als Gyros. Alleine dieses drau\u00dfen sitzen, die lauen Temperaturen genie\u00dfen war einfach Urlaub pur.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am n\u00e4chsten Tag hatten wir es nicht eilig. Wir stellten uns zwar den Wecker, aber nur um Dippen zu gehen und uns am Strand zu dehnen. Danach ging es zum Fr\u00fchst\u00fcck. Nat\u00fcrlich griechischer Joghurt. Danach fuhren wir zur Kathisma Beach. Piniengeruch wehte uns entgegen als wir auf der Stra\u00dfe \u00fcber dem Meer waren..es war einfach herrlich. Am Strand selber stieg dann meine Nervosit\u00e4t. So richtig gro\u00df sah er nicht aus&#8230;.so richtig viel Platz war dank den Sonnenliegen auch nicht&#8230;Ah..nicht \u00fcbers Meer, nicht gegen die Wand, zwischen dem Volleyballfeld und den Schirmen landen&#8230;whaaa. Ganz sch\u00f6n viel Input. Anschlie\u00dfend fuhren wir hoch zum Startplatz. Das war ein gepachteter Platz vom Akis&#8230;am Ende war es aufgesch\u00fctteter grober Kies in einem alten Weinberg und dar\u00fcber ein Netz gelegt. So richtig lang war der Startplatz nicht und brach doch gut vorne ab. Huhhh&#8230;ich lie\u00df die ersten raus inkl. Laura und war dann voll im Tunnel. Ich wollte nicht gest\u00f6rt werden und konzentrierte mich auf mich. Als ich ready war halfen mir die anderen kurz den Schirm auszulegen und Wolfi stand vorne. Als eine gute Abl\u00f6sung kam zog ich auf und lief los. Der erste Flug seit Anfang August als ich mir bei der Landung die Au\u00dfenb\u00e4nder gerissen habe, mein erster Flug mit dem neuen Epsi, mein siebter Flug seit meinem Kreuzbandriss. Der Schirm flog gut, aber ich kannte die Umgebung halt nicht, manchmal trug es mega gut, manchmal sackte ich gef\u00fchlt nur durch. Ich erreichte die Antenne und sah dann auch schon den Strand&#8230;boah..ich bin noch hoch..wie baue ich H\u00f6he ab&#8230;boah&#8230;alles eng, nein, nicht gegen die Wand fliegen, nein, nicht \u00fcbers Meer fliegen. Irgendwie gingen mir tausend Sachen durch den Kopf und machte alles etwas unentspannt. Ich visierte eine L\u00fccke an und tats\u00e4chlich traf ich diese auch fast bei der Landung. Viel wichtiger war aber, dass mein Knie und mein Sprunggelenk hielten. Boah&#8230;erster Flug. Ich war mega froh und aber auch nervlich fast am Ende. Unter einem Sonnengesch\u00fctzten Parkplatz packte ich zusammen, schwitzte aber mehr als oben. Nachdem wir kurz was getrunken hatte fuhren wir auch schon wieder hoch zum n\u00e4chsten Startplatz..Der Wind hatte etwas gedreht und war auch einen tick schw\u00e4cher geworden. Es war die Wall bzw. Big Blue. Dort war ein anderer Grieche, der sich mit Akis das Revier teilte, Giannis. Ein etwas fertiger Typ, der einfach nur laberte, aber auch irgendwie witzig war. Man erkl\u00e4rte uns kurz den Startplatz und dann auch den Flug. Wer wollte konnte an der Wall Thermik suchen, sonst gerade raus. Laura bog kurz links zur Wall ab, ich flog direkt raus. Das war dann ein Flug den ich deutlich mehr genie\u00dfen konnte. Der Start lief gut (auch wenn ich immer noch nerv\u00f6s war), die Luft war dann ruhig und nur vorne am Strand merkte ich die Thermik, die aber mehr als willkommen war. Einfach sch\u00f6n. Das blaue Meer, die Berge rechts&#8230;genial. Auch der Strand sah dieses mal gr\u00f6\u00dfer aus und die Landung war ok. Besser als beim letzten mal. Erleichtert, zufrieden und gl\u00fccklich konnte ich den Tag nun im Kopf abschlie\u00dfen. Ich grinste innerlich nur noch obwohl ich nach au\u00dfen sehr verschlossen war, da ich mir selber erst mal \u00fcber alles klar werden musste. Den Abend verbrachten wir dann bei uns in der N\u00e4he, bei einem sch\u00f6nen Sonnenuntergang und gutem Essen.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Donnerstag war dann der Wind etwas zickig. Erst am sp\u00e4teren Nachmittag sollte er gut genug sein zum Fliegen, so dass wir den Tag f\u00fcr Sightseeing nutzten. Wir fuhren vor zu den Windm\u00fchlen&#8230;zu viel Wind aus der falschen Richtung, danach gings hoch zur Zombie Base, die wir ja auch schon kannten. War mal wieder cool hier zu sein und die Location zu sehen. Weiter gings zur kleinen Kapelle (Ekklisia Profiti Ilias &#8211; Church of the Prophet Elias) und von hier dann auf de Westseite bis zum Kiosk beim Paradise View und weiter nach Porto Katsiki. Das Meer und die Stimmung waren heute atemberaubend. Hellblauer Himmel und das Meer leuchtete in unterschiedlichsten Blaut\u00f6nen. Einfach wundersch\u00f6n. Es war wirklich wie ein kleines Paradies hier. Leider holte uns die Realit\u00e4t am Katsikis Strand hart ein. Ein \u00fcberf\u00fcllter Touristenort. Parkpl\u00e4tze teurer als in M\u00fcnchen und unten Menschen, die keine R\u00fccksicht aufeinander nahmen. Wahnsinn. So blieben wir nur eine gute Stunde, sprangen ins Meer und versuchten zumindest das Wasser zu genie\u00dfen. Danach gings im &#8222;sch\u00f6n&#8220; temperierten Bus zur\u00fcck Richtung Gialos Beach bzw. zu einem Startplatz in der N\u00e4he. Ich sag mal so..es war eine Art Startplatz. Eigentlich war es eine M\u00fclldeponie, bei der nur die Mitte etwas frei ger\u00e4umt war, um zu starten. Wir machten uns bereit und es war insgesamt nicht ohne. Die erfahrenen Leute gingen zuerst raus und selbst bei denen wurde es mit der Zeit immer schwieriger. Laura hatte noch Gl\u00fcck rausgekommen zu sein. Irgendwann sagte dann Wolfi, dass die Bedingungen zu hart seien und wir abbrachen. So packten wir anderen noch unser Zeug zusammen und es ging zur\u00fcck zum Strand. Dort trafen wir die anderen und w\u00e4hrend ein Teil noch den Wind nutzte um Groundhandling zu \u00fcben, machte wir uns daran unter dem Sonnendach Schutz zu suchen. Hier genossen wir noch den Abend bis es dann wieder zur\u00fcck zur Unterkunft ging.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Freitag hatten wir Ostwind, was f\u00fcr Lefkada echt schlecht ist. Es gibt nur einen Landeplatz im Osten und dieser war nicht gut, da es ein kleines umz\u00e4untes Fu\u00dfballfeld war. Daher entschieden wir uns aufs Festland Richtung Louros zu fahren. Es ging fr\u00fch los und nach etwas einer Stunde Fahrt waren wir endlich am Caf\u00e9, wo wir uns Fr\u00fchst\u00fcck und Kaffee g\u00f6nnten. Danach ging es in ein Seitental rein und ab auf ein Feld, welches unser Landeplatz war. Das sah zun\u00e4chst gut aus. So wie man es halt kennt. Gro\u00dfe Felder, kaum Bewuchs drauf, nur so mit Geb\u00fcsch abgegrenzt von den anderen Feldern. Perfekt. Anschlie\u00dfend ging es erst eine Stra\u00dfe, dann einen Schotterweg hoch. Der Startplatz war neben einem verlassenen Spielplatz, den man wohl hier neben einer Kapelle\/Kirche mal gebaut hatte. Wer aber 600hm hoch f\u00e4hrt, um dann dort mit seinen Kindern zu spielen, erschloss sich mir nicht ganz. Der Startplatz war auch eher verwahrlost. Kein Netz oder \u00e4hnliches, nur viele stechende Pflanzen. Wir versuchten den erst mal so sauber wie m\u00f6glich zu bekommen, Akis baute die Windfahne auf und wir machten uns langsam bereit. Vorteil war, man sah den Landeplatz von hier. Es wurde w\u00e4rmer, die Thermik nahm zu. Einig der Wind zickte noch etwas, legte sich dann aber. So starteten wir. Die ersten hatten gleich richtig gut Aufwind und nutzten diese f\u00fcr lange Fl\u00fcge. Laura hatte auch gleich einen Bart erwischt und schraubte sich sch\u00f6n hoch. Ich startete und war mal wieder mega nerv\u00f6s. Gleich nach dem Start zog es mich hoch, was sich aber alles ok anf\u00fchlte. Ich machte ein paar Kreise, flog r\u00fcber zur Laura, aber erwischte nicht ihren Bart..Ich merkte dann aber, dass es pl\u00f6tzlich gut runter ging. Etwas nerv\u00f6s, ob ich es bis zum Landeplatz schaffte machte ich mich in seine Richtung auf. Es hob mich zum Gl\u00fcck immer mal wieder, aber gegen Ende wurde es knapp. Ich hatte eine l\u00e4ngere Strecke mit um die 100m \u00fcber Grund und gef\u00fchlt konnte es jederzeit kippen. Das machte mich schon deutlich nerv\u00f6s, vor allem weil einige vor mir schon irgendwo gelandet waren. Ich scannte die Umgebung st\u00e4ndig und \u00fcberlegte mir im Sekundentakt wo den eine gute Landestelle w\u00e4re. Zum Gl\u00fcck schaffte ich es \u00fcber die gro\u00dfe Stra\u00dfe und war \u00fcber den Feldern. Damit war ich Safe, hier konnte ich \u00fcberall landen. Ich peilte zwar unser Feld an, aber es war mit dem Talwind auch echt schwer einzusch\u00e4tzen ob es sich ausgeht, so dass ich ein Feld davor genommen habe. Die Landung war ok..jetzt kein Meisterst\u00fcck, aber nach dem nervenaufreibenden Flug gut genug. Ich war mega froh, packte zusammen und machte mich auf einen Durchschlupf durch das Unterholz zu finden. Das ging dann leichter als gedacht und war bei Laura und Sabrina. Die anderen waren entweder noch oben oder verteilt unten. Mit der Zeit kam dann auch Chris zu uns, der von krassen Begegnungen mit gro\u00dfen Hunden, die er erst f\u00fcr K\u00e4lber gehalten hatte, berichtete. So hatte jeder sein Abenteuer zu erz\u00e4hlen. Wir trafen den Rest vorne an der Stra\u00dfe, jeder konnte noch gut landen und war unverletzt. Sehr gut. Wir entschieden uns f\u00fcr eine Pause und fuhren nach Louros zur\u00fcck. Dort g\u00f6nnten wir uns Snacks und Getr\u00e4nke bevor es wieder hoch ging. Der Wind war leider zickiger, so dass wir keinen weiteren Flug mehr machten und nach Hause fuhren. Am Balkon g\u00f6nnte ich mir ein Abschlussbier und sog die anfangenden Abendstimmung in mich auf. Am Abend hatte Wolfi in Lefkada im Mazi einen Tisch f\u00fcr uns reserviert, so dass wir seinen Shuttleservice gerne in Anspruch nahmen und den lauen Abend bei super Essen genossen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Samstag folgten wir unserem schon \u00fcblichen Morgenritual und gingen in der Fr\u00fch nach dem Aufstehen vor zum Strand, machten unsere Dehn-Session und g\u00f6nnten uns den Sprung ins Wasser. Es war schon herrlich. Zun\u00e4chst erfrischend und sobald man sich an die Temperatur gew\u00f6hnt hatte richtig angenehm. Dazu dann der Blick r\u00fcber auf die Bergkulisse, die Windr\u00e4der und das Meer. Herrlich. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck gings erneut Richtung Louros. Es war immer noch Ostwind vorher gesagt. Oben am Startplatz startete zwar einer der Kumpels und Tandempiloten von Akis, f\u00fcr den war das alles kein Problem. Uns stellten die Bedingungen schon vor Herausforderungen. Es gab immer wieder Abl\u00f6sungen, die von vorne kamen und gut waren, doch auch einen st\u00e4rkeren Nordostwind, der f\u00fcr einige Klapper sorgte. Es war noch eine andere \u00d6si-Gruppe mit Giannis dabei und die legten einige fiese Starts hin. Ich entschied f\u00fcr mich, dass heute nicht der richtige Tag zum starten war. Laura haute sich aber raus und hatte einen guten Flug (im Sinne Thermik), aber auch ruppig. Wir packten irgendwann zusammen als klar war, dass heute keiner mehr hier startete und fuhren runter nach Mango Beach bei Kanali. Dort zeigte uns Akis seinen Groundhandling Platz und tats\u00e4chlich war der Wind g\u00fcnstig daf\u00fcr. So packten wir aus und fingen an auszulegen. Irgendwie war dann schon schnell klar, dass nicht jeder Platz hat und es war ein wildes Gewurl. Nicht wirklich angenehm. Ich versuchte ein paar \u00dcbungen mit Anleitung von Wolfi, aber es war einfach frustrierend, wenn man nicht den Platz hatte. So packten Laura und ich zusammen und g\u00f6nnten uns das teuerste Getr\u00e4nk an der Bar. Irgendwie 5\u20ac f\u00fcr ein 0,33l Bier ist schon frech. Daf\u00fcr konnten wir zuschauen wie f\u00fcr eine Hochzeit alles vorbereitet wurde. Anschlie\u00dfend gings zur\u00fcck zur Unterkunft und bei uns an der Strandbar g\u00f6nnten wir uns ein super Abendessen mit dem besten Sonnenuntergangs-Blick. Herrlich.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Sonntag war dann f\u00fcr mich irgendwie f\u00fcr den Arsch. Ich hatte schlecht geschlafen, f\u00fchlte mich elendig platt. Dazu kam, dass ich die Busfahrt Richtung Gailos Beach \u00fcberhaupt nicht vertrug. Ich bekam Kopfschmerzen und ich war einfach durch. So lie\u00df ich die anderen starten und blieb unten am Strand. Ich g\u00f6nnte mir ein paar Colas und hoffte auf Besserung. Es wurde zwar besser, aber nicht richtig gut. So lie\u00df ich auch den zweiten Flug aus. Puh&#8230;war schon schwer die anderen fliegen zu sehen, aber mit dem Unwohlsein und den Kopfschmerzen war es mir einfach zu heikel. Ich Quatschte daf\u00fcr viel mit Wolfi. F\u00fcr den Abend hatte Giannis ein super Restaurant f\u00fcr uns klar gemacht (Akis war kurz nach Hause gefahren, weil es dort ein Problem gab und Giannis sprang ein), das T&#8217;Aloni. Viele regionale Gerichte, was sich alles mega anh\u00f6rte. Leider kam es dann am Ende zu logistischen Schwierigkeiten. Dirk hatte es nicht zum vereinbarten Landeplatz geschafft und wir fragten uns wo er blieb. Wir versuchten ihn zu erreichen, kein Empfang. Auf Burnair war er auch nicht zu sehen, andere Leute die Giannis am Strand kannte haben auch keinen Flieger gesehen. Dirk war kurzzeitig weg. Wir \u00fcberlegten schon Rettungspl\u00e4ne, Bootsrettungen usw. Dann gab es endlich ein Lebenszeichen. Er war gut gelandet, war aber am Arsch der Welt. Wolfi machte sich auf ihn aufzusammeln. Wir anderen fuhren w\u00e4hrenddessen hoch zum Restaurant. Giannis kannte keine Gnade und oben angekommen war uns allen erst einmal mittelm\u00e4\u00dfig schlecht. Wir genossen daf\u00fcr dann den wunderbaren Ausblick von der Terrasse aus. Es war herrlich. Die Tische waren teilweise mit Wein \u00fcberwachsen, dazu kleine Lichterketten zwischen den Bl\u00e4ttern, die lauen Temperaturen..herrlich. Irgendwann beschlossen wir doch anzufangen und g\u00f6nnten uns das beste Essen soweit. Ich hatte eine Lammhaxe, die ein Traum war. Zwischenzeitlich kamen auch Wolfi und Dirk zu uns, ersterer sichtlich angefressen, weil er Umwege fahren musste. Naja..Wir lie\u00dfen uns den Abend nicht mit der Stimmung versauen und genossen es richtig. Abende in den Bergen haben was, es war einfach cool hier urspr\u00fcnglichere Gerichte zu bekommen und &#8222;normaler&#8220; zu essen. So muss Urlaub sein. Auf der R\u00fcckfahrt versuchte ich etwas zu schlafen, zum Gl\u00fcck fuhr auch Wolfi, so dass mir nicht mehr so schlecht wurde.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Montag war quasi unser vorletzter Tag. Wie immer machten wir unser Morgenritual und ein wenig Wehm\u00fctigkeit setzte ein. Ich genoss es diese Freiheit zu haben hier am Strand meine \u00dcbungen zu machen und frei zu sein. Parallel sah ich auch viele Camper, die sicherlich hier Urlaub\/Sabbatical machten. Nat\u00fcrlich \u00fcberlegte ich mir..werden wir auch mal so. Wenn es kalt wird einfach Richtung S\u00fcden und so am Strand leben? Der Wind war heute super angesagt, so dass wir zu Akis seinem Startplatz fuhren. Dort machten wir uns alle bereit. Der Wind war etwas b\u00f6iger und es schwieriger zu starten. Die ersten kamen noch gut raus, dann war ich an der Reihe. Leider passierte es dann. Ich zog auf, lief los und sah dann schon langsam die Kante auf mich zukommen. Ich machte noch einen Satz, aber irgendwie trug der Schirm \u00fcberhaupt nicht und ich krachte bzw. sprang im vollen Lauf in die B\u00fcsche unter mir. Es krachte, ich drehte mich und blieb dann stehen. Ich f\u00fchlte in mich rein&#8230;es geht..erster Schock&#8230;aber nein, gerissen, gebrochen oder irgendwie anders besch\u00e4digt war aktuell nichts. V\u00f6llig ungl\u00e4ubig rappelte ich mich auf. Chris und Wolfi waren dann schon bei mir und halfen mir meinen Schirm aus dem Geb\u00fcsch zu holen. Irgendwann stand ich dann oben. Ich sortierte mich und merkte schon, dass meine Psyche hart angeschlagen war. Mehr mechanisch als \u00fcberlegt machte ich mich dann irgendwann doch wieder bereit und ich startete dieses mal. Der Flug ging&#8230;ich hatte gut Luft unterm Arsch, flog bis Kathisma Beach, baute gestresst H\u00f6he ab und die Landung war zwar in der Art in Ordnung, dass ich unten ohne Probleme ankam, aber einfach viel zu hoch war und ewig weit hinten landete. Ich war nervlich komplett durch. Laura wollte zu mir kommen, aber ich scheuchte sie weg. Ich packte zusammen und setzte mich in den Schatten. Ich war unzufrieden, nerv\u00f6s und kurz davor alles hin zu schmei\u00dfen. Nachdem ich mehrmals durchgeatmet hatte ging ich wieder zur\u00fcck zu den anderen. Wir g\u00f6nnten uns im Caf\u00e9 einen Snack und eine Cola bevor es wieder hoch ging. Dieses mal war die Idee r\u00fcber zu fliegen nach Pefkoulia. Dort k\u00f6nnte man dann an den H\u00e4ngen gut bei dem Wind Soaren. Meine Bruchlandung steckte mir arg in den Knochen. Ich zog mehrmals auf und brach alle Starts ab. Nichts lief. Ich hatte kein Gef\u00fchl mehr f\u00fcr den Schirm, ich hatte kein Gef\u00fchl mehr f\u00fcr mich. Ich packte alles zusammen und ging hinter einen Busch und lie\u00df meinen Frust kurz freien Lauf. Ich hatte das Gef\u00fchl, dass ich meine Ziele nie erreichen werde. Die Idee und die Vorstellung vom Berg runter zu fliegen, in den Bergen zu sein, alles das l\u00f6ste sich innerhalb von wenigen Sekunden in Luft auf. Ich hatte das Gef\u00fchl meine Richtung, meine Ziele, meine W\u00fcnsche komplett zu verlieren und leer da zu stehen. Es f\u00fchlte sich schrecklich an. Ich sammelte mich nach einiger Zeit wieder kam zur\u00fcck, aber es war klar ich bin heute so durch, dass ich nicht mehr fliegen will. Ich half den anderen noch beim Start und machte mich dann mit Wolfi auf zu den anderen. Wir sammelten Dirk dazwischen auf, der etwas rum gespielt hatte und vor Kathisma bei Milos Beach gelandet war. &nbsp;Irgendwie nervig, weil es gab keine Autoverbindung dorthin. Somit packte er sein Zeug zusammen und ging zu Fu\u00df Richtung Agios Nikitas. Nachdem wir ihn eingesammelten hatten fuhren wir zum Libre Caf\u00e9 und g\u00f6nnten uns dort Snacks und Getr\u00e4nke bis alle irgendwann landeten. Akis machte mit seiner Drohne Aufnahmen und irgendwie war jeder gut besch\u00e4ftigt. Ich selber beruhigte mich wieder bzw. schob das Problem soweit beiseite, dass ich den Rest des Abends noch genie\u00dfen konnte. Laura hatte einen mega Flug und am Ende war es ihr schon fast zu langweilig geworden die ganze Zeit nur links und rechts zu fliegen. Daf\u00fcr war die Stimmung mit dem goldenen Licht, der Sonne und dem Meer einfach genial. Wir gingen am Abend wieder in das Restaurant hinter Telegraphos und g\u00f6nnten uns ein \u00fcppiges Abendessen zusammen.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leider machte sich das Essen in der Nacht bemerkbar. Erst musste ich auf die Toilette und mich \u00fcbergeben, danach Laura. Wir lagen nur rum, waren irgendwie im Halbschlaf und versuchten einfach nur zu \u00fcberleben. \u00c4tzend. Ich wei\u00df gar nicht wann ich das letzte mal eine Lebensmittelvergiftung hatte. In der Fr\u00fch lie\u00dfen wir das Dehnen aus und sagten auch den Rest des Tages ab. Zeitlich meldete sich auch noch Dirk und Trixi..denen ging es auch nicht gut. Der Rest ging fliegen. Mit Sorge schauten wir Richtung Flug heute Abend. Falls es Turbulenzen geben sollte, wird es kein Spa\u00df. Gott sei Dank besserte sich die Situation. Wir hatten uns Drogen eingeworfen und irgendwie gingen die Schmerzen und die \u00dcbelkeit zur\u00fcck. Das platte Gef\u00fchl und die Kopfschmerzen blieben. So verbrachten wir einen etwas gequ\u00e4lten Tag und packten mit Ach und Krach unsere Schirme und unsere Duffels. Als die anderen zur\u00fcck kamen h\u00f6rten wir, dass es eine fiese Notlandung von Volker gab, da er Null auf Wolfi geh\u00f6rt hatte. Naja&#8230;.Zum Gl\u00fcck nur eine gerissen Hose und eine Schnittwunde. Wir genossen noch den sp\u00e4ten Nachmittag, bevor wir uns von der Unterkunft verabschiedeten und Akis uns zum Flughafen fuhr. Wir waren noch wacklig auf den Beinen, gingen durch die Sicherheit und ich g\u00f6nnten mir erst danach was zum Essen. Der Flug selber war dann zum Gl\u00fcck ruhig. Am Flughafen war unser Zeug schnell da und wir verabschiedeten uns von allen bevor mich noch Dirk bis zu unserem Auto fuhr und wir im Anschluss nach Aschau zur\u00fcck fuhren.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Boah&#8230;Lefkada ist durch. Mein erster Urlaub nach dem Kreuzbandriss. Dazu dann noch extrem herausfordernd f\u00fcr mich. Was bleibt? Eine mega Stimmung&#8230;ein mega Erlebnis die Insel und alles von oben zu sehen. Dazu auf dem schmalen Streifen Strand zu landen. Zwischen Meer und Fels..bisschen wie mein Leben. Eine Mischung aus beiden und ich dazwischen. Dann mein fieser Start-Absturz, der zum Gl\u00fcck nur seelische Wunden hinterlassen hat. (Mal von den Prellungen, die ich am n\u00e4chsten Tag erst gemerkt habe, abgesehen). Ich habe wieder mal viel gelernt bzw. erst einmal viel Input bekommen. Diesen muss ich erst noch verarbeiten. Bin ich damit schon durch. Noch lange nicht. Zweifel und \u00c4ngste begleiten mich immer noch. Sind meine Ziele zu hoch? Mache ich zu wenig daf\u00fcr? Werden es alles immer nur Tr\u00e4ume bleiben&#8230;das kann ich alles noch nicht beantworten. Ich wei\u00df nur Lefkada war mega.&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ach ja..immer wieder Lefkada. Die Halbinsel verfolgt uns nun schon einige Jahre und ich freu mich immer wieder drauf. Das spannende ist, dass es immer irgendwie anders ist. Erst zum Kiten bzw. Wingen, dann Urlaub und Weiterfahrt nach Mammos Beach (auch zum Kiten) und nun zum Gleitschirmfliegen. 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