{"id":266,"date":"2025-01-25T11:45:07","date_gmt":"2025-01-25T10:45:07","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.life-is-risk.com\/?p=266"},"modified":"2025-03-26T16:19:54","modified_gmt":"2025-03-26T15:19:54","slug":"25-01-2025-sulzenschneid","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.life-is-risk.com\/index.php\/2025\/01\/25\/25-01-2025-sulzenschneid\/","title":{"rendered":"25.01.2025: Sulzenschneid"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen eines Freundewochenendes. Dachte ich..Also es wars auch, aber eins nach dem anderen. Nachdem wir etwas diskutiert hatten wohin \u00fcbernahm Floh die Planung und suchte uns was in den Tauern aus. So fuhren wir am Freitag nach der Arbeit los Richtung Salzburg und wie \u00fcblich&#8230;tata..standen wir bei Golling Stau&#8230;super Floh \ud83d\ude09<br \/>\nWitzigerweise war B\u00e4da gleich hinter uns und war auch im Stau. Das erinnerte mich dann doch sehr stark an die Obertauern Fahrt, wo wir dann schon in der Fr\u00fch zum Bier gegriffen haben. Gef\u00fchlt \u00fcber Schleichwege ging es dann laut Google Maps weiter bis zum Seecamping in Eben. Dort checkten wir ein und gef\u00fchlt waren wir wieder und er \u00f6sterreichischen H\u00f6flichkeit angekommen. Also so richtig willkommen haben wir uns nicht gef\u00fchlt. Aber Wurst. Wir stellten die Busse ab und B\u00e4da kam nach einem schnellen Abendessen zu uns r\u00fcber. Wir quatschten und lachten bis dann auch die Hairers da waren. Auch sie machten erst noch den Bus ready und kamen dann zu uns rein. Was soll ich sagen. Busparties sind einfach die besten. Es war echt ein witziger und sch\u00f6ner Abend mit allen zusammen. Etwas fertig und voll gings dann f\u00fcr uns alle ins Bett.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Samstag dann standen wir doch eher gem\u00e4chlich auf und &nbsp;fr\u00fchst\u00fcckten alle f\u00fcr sich. Danach machten wir uns langsam ready. Die Planung sah den Sulzenschneid vor. Hierf\u00fcr fuhren wir dann mit zwei Bussen nach Filzmoos. Der Blick links und rechts aus dem Fenster war schon fast trostlos. Es war zwar schon Schnee da, aber halt auch einfach zu wenig f\u00fcr die Jahreszeit. Gef\u00fchlt hatte es den ganzen Januar bis jetzt nicht geschneit, obwohl es leider kalt genug gewesen w\u00e4re. Naja. In Filzmoos fanden wir dann schnell den Parkplatz und machten uns \u00fcber die Mautstrasse auf Richtung Ober-\/Unterhofalm. Die Fahrbahn war immer wieder aper, aber ging gerade noch so. Auch wenn sie teilweise flach war, konnte man sie runter sicher noch irgendwie fahren. Wir wechselten immer wieder bisschen die Gruppen und irgendwie gingen uns nie die Themen zum reden aus. Was den Hatscher echt ertr\u00e4glich machte. An der Oberhofalm machten wir noch ein paar H\u00f6henmeter, aber hier musste Laura leider die Tour beenden. Ihre Wade spielte nicht mit und so genoss sie noch ihre Brotzeit in der Sonne bevor sie zur Unterhofalm fuhr, um dort auf der Sonnenterrasse auf uns zu warten. B\u00e4da, Floh, Karin und ich setzten den Weg fort. Nach dem Hatscher folgte ein steileres St\u00fcck auf welches dann auf einer Alm-Ebene etwas flacher wurde. Wir gingen an den Sulzenalmen vorbei und hier musste leider Karin die Tour beenden. Wir drei restlichen machten uns weiter auf, mit Floh voraus, B\u00e4da und ich hinterher. Was soll ich sagen. Ich sp\u00fcrte in jeder einzelnen Faser meines K\u00f6rpers, dass ich einfach nicht fit war. Da kam es mir ganz Recht, dass B\u00e4da etwa denselben Fitnessstand hatte. Wir k\u00e4mpften uns dann durch ein steiles W\u00e4ldchen hoch und machten gef\u00fchlt an jeder Spitzkehre Pause. Als der Wald aufh\u00f6rte tat sich ein super sch\u00f6nes Panorama auf. Man hatte einen echt atemberaubenden Blick auf das Massiv vom Windlegerkopf und vom Torstein. Den Floh sahen wir auch schon weiter vorne vor dem Gipfel des Sulzenschneids im Gras liegen. Wir kamen zu ihm, lie\u00dfen die Ski zur\u00fcck und gingen zu Fu\u00df die paar Meter noch hoch zum Gipfel. Wirklich sch\u00f6n. So richtig wild gef\u00fchlt. Wir freuten uns, genossen die Landschaft, machten ein paar Fotos und verlie\u00dfen den zugigen Gipfel zur\u00fcck zu den Ski. Dort machten wir dann alle Pause und genossen unsere Brotzeit. Anschlie\u00dfend machten wir uns ready f\u00fcr die Abfahrt. F\u00fcr mich f\u00fchlte sich bis zu diesem Zeitpunkt noch alles normal an. Wir machten die ersten Schw\u00fcnge runter, Floh voraus, dann B\u00e4da, dann ich. Wir fuhren dann in den Latschenhang ein, der Schnee wurde etwas schwerer, aber eigentlich noch ok fahrbar. Dann passierte es beim vierten oder f\u00fcnften Schwung. Ich setzte den Rechts-Schwung vor einer Latsche an, drehte mich auch, aber mein Talski (links) brach irgendwie durch die Schneedecke, blieb unten stecken, w\u00e4hrend mein restlicher K\u00f6rper den Schwung zu Ende fuhr. Ich merkte, wie ein Ruck durch mein linkes Bein ging, es fiel vorne \u00fcber, der Ski l\u00f6ste zum Gl\u00fcck aus und blieb nach einer Rolle auf dem R\u00fccken liegen und lie\u00df eine Schrei sondergleichen los. Mir war klar, ich hab mich verletzt, mir war klar, alles was Laura und ich diese Jahr geplant hatten war dahin, mir war klar&#8230;.das wird schei\u00dfe und es tat weh. Ich schrie meinen gesamten Schmerz und Frust raus. Sp\u00e4ter erfuhr ich, dass sogar Karin den Schrei 300Hm weiter unten geh\u00f6rt hatte. Zum Gl\u00fcck kamen von oben gleich zwei Skifahrer zu mir und Floh und B\u00e4da k\u00e4mpften sich den schweren Weg zu mir hoch. Ich brauchte gut 10 Minuten bis ich den Schmerz runter geatmet hatte und wieder normal agieren konnte. Da die beiden da waren, sagten wir den anderen auch, dass sie gerne abfahren k\u00f6nnten. Ich w\u00e4re versorgt. Nachdem das akute durch war probierte ich aufzustehen. Es ging, tat aber weh und f\u00fchlte sich instabil an. Eine Abfahrt war nicht m\u00f6glich, also Rettung. Wir riefen per EU SOS App an, was mal echt ein schlechtes Erlebnis war. Erst nicht durchgekommen, dann doch wieder normale 112. Nach ein paar Weiterleitungen war ich dann bei der Bergwacht, die meine Situation aufnahm und erst zu Fu\u00df\/Ski zu uns kommen wollte. Wir stellten nochmal klar wo wir sind, dann bekam ich kurze Zeit sp\u00e4ter den Anruf vom Rettungshubschrauber, dass dieser auf dem Weg sei. Zum Gl\u00fcck war es sonnig und einigerma\u00dfen warm. Die Jungs standen neben mir und wir quatschten noch etwas um mich abzulenken. Nach gef\u00fchlt 15 Minuten war der Hubschrauber auch schon in Sicht. Floh machte die notwendigen Handzeichen und gab zu verstehen, dass sie bei uns richtig sind. Der Hubschrauber landete oben auf dem Sattel, nahm die Longline (Oliver, Vorsicht, er spielt Longline) auf und einen Rettungs-Sani. Dieser wurde dann zu mir abgelassen, er schaute sich mich kurz an und legte mir dann den Gurt um. Floh und B\u00e4da nahmen meine Ski mit, den Rucksack nahm er auf die Schultern. Der Hubschrauber kam wieder angeflogen, wir hakten uns im Seil ein und er nahm uns hoch zum Sattel. Dabei war ich echt erstaunt wie ruckfrei das Ganze ging. Super sanft zog er an und setzte uns auch so ab. Danach landete er neben uns, das Hubschrauberteam half mir rein, machte drau\u00dfen alles wieder ready und wir flogen zum Krankenhaus. Meine Gedanken waren in diesem Moment \u00fcberall und nirgendwo. Ich nahm zwar alles stoisch an, f\u00fcllte die Papiere aus, aber merkte schon wie ich selber versuchte mich zu sch\u00fctzen und nicht weiter nachzudenken. Wir landeten auf dem Krankenhausdach, dort wurde ich in den Rollstuhl gebracht und dann in die Unfallchirurgie. Dort wurde ich noch ger\u00f6ntgt und untersucht, mit dem Ergebnis, dass zwar nichts gebrochen war, aber vermutlich Kreuzband\/Innenband verletzt. Puhhhh. In der Zwischenzeit sind dann Floh und B\u00e4da noch zur Karin (zum Gl\u00fcck ohne weitere Zwischenf\u00e4lle) gefahren, haben sie aufgesammelt und kurz alles erz\u00e4hlt, danach sammelten sie Laura noch auf, deren Handy leer war. Unten bei den Bussen angekommen machte sich dann Laura auf dem Weg nach Schwarzach, dort haben sie mich hin geflogen. In der Klinik selber wurde ich mega gut versorgt, bekam eine Schiene, lernte einen Bosnien kennen, mit dem ich noch quatschte. Just als ich fertig war, war auch Laura da. Mal wieder mit Kr\u00fccken ging es dann zum Bus, wobei das Einsteigen gar nicht so einfach war mit gestrecktem Bein. Wir holten in St. Johann noch die Trombosespritzen ab und Laura dachte schon, dass ich Heim wollte. Aber ich hatte mir schon die ganze Zeit eingebildet so ein typisches Schnitzel hier zu essen. So fuhren wir zu den Freunden zum Camping zur\u00fcck, die auch gerade aus der Sauna kamen. Danach gingen wir noch gemeinsam zum Schnitzelessen und anschlie\u00dfend legte ich mich unten zum Schlafen hin. Was soll ich sagen. Es war eine schei\u00df Nacht.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am n\u00e4chsten Morgen tat mir alles weh und mir gings \u00fcberhaupt nicht gut. So verrichtete ich nur das Morgengesch\u00e4ft und wir verabschiedeten uns von den Freunden, wobei Karin auch etwas l\u00e4diert war. Auf der Fahrt zur\u00fcck kamen dann langsam immer mehr Gedanken in meinen Kopf und am Abend war ich einfach down. Diese Ungewissheit was wirklich ist, was wird noch m\u00f6glich sein, ist alles vorbei&#8230;diese Spirale setzte sich dann richtig in Gang. Ich kann echt nur dankbar sein, f\u00fcr B\u00e4da, Floh, Karin und Laura, die bei mir waren und mir in dieser schei\u00df Situation geholfen haben.&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen eines Freundewochenendes. Dachte ich..Also es wars auch, aber eins nach dem anderen. Nachdem wir etwas diskutiert hatten wohin \u00fcbernahm Floh die Planung und suchte uns was in den Tauern aus. 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