{"id":443,"date":"2025-03-27T16:25:57","date_gmt":"2025-03-27T15:25:57","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.life-is-risk.com\/?p=443"},"modified":"2025-03-30T16:54:18","modified_gmt":"2025-03-30T14:54:18","slug":"09-03-27-03-2025-just-keep-going","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.life-is-risk.com\/index.php\/2025\/03\/27\/09-03-27-03-2025-just-keep-going\/","title":{"rendered":"09.03. &#8211; 27.03.2025: JUST KEEP GOING"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Am 27.02. (und auch nur dank guter Connections) habe ich einen Termin im OCM bei Fr. Dr. St\u00f6hr bekommen. Sowohl der Keinath wie auch die OSPhysio Jungs konnten sie nur empfehlen. Sie machte auch einen super Eindruck, schaute sich alles an, motzte \u00fcber das schlechte MRT und ihre Diagnose stand schnell fest. Meniskusriss und vorderes Kreuzband durch. Gar keine Frage ob man operiert oder nicht. Nat\u00fcrlich. Ich selber war schon seit l\u00e4ngerem auch daf\u00fcr zu operieren. Ich hatte im Vorfeld mit einer Kletterin Kontakt, die ich \u00fcber Instagram entdeckt hatte. Sie machte schon verr\u00fccktes Zeug (Mehrseill\u00e4ngen, Hochtouren, Gleitschirmfliegen, etc.) und hatte auch vor Jahren einen Kreuzbandriss. Sie gab mir wertvolle Tipps und auch sie riet mir eindeutig zur OP. Daher war es quasi nur noch eine Best\u00e4tigung. Ich bekam auch einigerma\u00dfen fr\u00fch, keine zwei Wochen sp\u00e4ter, am 13.03., den OP Termin. Bis dahin hie\u00df es aushalten und Aufbauen was geht. Somit besorgte ich mir im Fitnessstudio bei uns um die Ecke einen drei-Monats-Mitgliedschaft und ging so h\u00e4ufig es ging zum pumpen. Push, Pull, Beine. Ich merkte schon deutliche Fortschritte und redete mir ein es wird schon alles wieder. Mein K\u00f6rper reagierte gut auf das Training, warum sollte er es sp\u00e4ter nicht mehr so machen. Dennoch blieb diese nagende Ungewissheit. Ich fing auch wieder das Arbeiten an und hatte damit zumindest Ablenkung. Als letzte aufbauende Ma\u00dfnahme g\u00f6nnte ich mir am letzten Sonntag vor der OP einen Day-Drinking Tag mit Alex, Manu und Daniel. Es fing im Xavers an und endete am Breznreiter, den ich allerdings besser \u00fcberstand als die beiden. Die Spritz Tower sind schon echt gef\u00e4hrlich. Meinen Abschluss bildete dann der Bergwolf. Ach..was soll ich sagen. Meine Gedanken sprangen ganz wirr hin und her. Zum einen hatten wir Aschau fix gemacht. D.h. am ersten Mai sind wir nicht mehr in M\u00fcnchen. D.h. solche Tage waren dann Geschichte??? Wer wei\u00df. Gleichzeitig halt auch mein Knie..was erwartet mich&#8230;wird mich \u00fcberhaupt noch was in den Bergen erwarten? Ach&#8230;zum &#8222;Gl\u00fcck&#8220; konnte ich das etwas mit dem Alkohol weg dr\u00fccken.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Donnerstag war es dann soweit. Gegen Mittag fuhr mich Laura in die Klinik und wir verabschiedeten uns. Ich meldete mich an und kam relativ schnell zum Warteraum f\u00fcr die OP. Ich glaub ich hab keine viertel Stunde gewartet, dann wurde ich aufgerufen. Kleidung ablegen, OP Kittel anziehen, Vorbereitungsraum. Trombosespritze, das zu operierende Knie wurde gekennzeichnet und rasiert. Dann wurde ich schon in die OP Schleuse gebracht. Alle Zug\u00e4nge wurden gelegt und der Narkosearzt verabreichte mir schon einen Nervenblocker im Knie. Danach kam noch Frau St\u00f6hr, begr\u00fc\u00dfte mich, wir sprachen nochmal kurz \u00fcber die OP und dann gings schon rein. Alter&#8230;dieses Gef\u00fchl so kurz davor ist mega \u00e4tzend. Ich half noch mein Knie zu positionieren und dann spritze mir der An\u00e4sthesist die Narkose. Das n\u00e4chste an was ich mich erinnere sind gro\u00dfe Schmerzen. Ich wachte im Aufwachraum auf und merkte einfach wie mein gesamter linker Oberschenkel brannte. Der gesamte Muskel war angespannt und brannte. Ich bekam schnell die ersten Schmerzmittel (Oxycodon) und Ibu. Es besserte sich langsam. Nach etwa einer guten halben Stunde kam Fr. St\u00f6hr, meinte alles w\u00e4re gut verlaufen und danach wurde ich auf die Station gebracht. Ich telefonierte kurz mit meiner Mutter und Laura, die mich dann auch noch besuchte. Ich war richtig froh sie wieder zu sehen und auch, dass die OP durch war. So richtig geil gings mir nicht, daher blieb Laura auch nicht lange. Ich lernte meinen Nacht-Krankenpfleger kennen, der Bosnier war und wir uns auf anhieb gut verstanden. War auch n\u00f6tig, denn ich klingelte ihn insgesamt viermal in der Nacht raus, da die Schmerzen zu gro\u00df waren. Er verabreichte mich diverse Schmerzmittel von Tabletten, hin zu Oxycodon und Ibuprofen intraven\u00f6s. Auch die Nacht ging mal vorbei und schon um halb sieben war die erste Assistenz\u00e4rztin da. Sie begutachtete alles, zog die Drainage und wechselte den Verband. Danach gab es Fr\u00fchst\u00fcck, dann R\u00f6ntgen, danach einen witzigen (aber etwas notgeilen) italienischen Physio, der mit mir die ersten \u00dcbungen machte. Es war nicht mal Mittag und Laura war schon da und konnte mich abholen. Zu Hause fiel ich nur ins Bett und versuchte eine Position zu finden, in der das Bein nicht all zu sehr schmerzte.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die n\u00e4chsten Tage waren nicht so geil. Ich durfte noch nicht auftreten (erst in zwei Wochen wieder) und war damit voll auf Kr\u00fccken angewiesen. Laura versorgte mich zum Gl\u00fcck und ich merkte wie es mir von Tag zu Tag etwas besser ging. Laura musste ab Montag auf einen Workshop, versorgte mich aber mit allem bis dahin. Auch die Woche \u00fcber war eigentlich voll geregelt, da mich Floh und Claudi besuchten, was eine mega nette Abwechslung war. Damit vergingen langsam die ersten zwei Wochen, die echt mal wieder sauber \u00e4tzend waren. Seit dem 27.03. darf ich auch wieder aufsteigen, was sogar geht. Nat\u00fcrlich fehlt es an allem, von Mobilit\u00e4t und Muskeln und Schwellung ist sowieso noch ein wenig da, aber es geht aufw\u00e4rts. Physio hab ich seit einer Woche und F\u00e4den sind auch schon drau\u00dfen. Wir n\u00e4hern uns so etwas wie &#8222;Normalit\u00e4t&#8220; bzw. &#8222;the new normal&#8220;.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aktuell bin ich in so einen Mischzustand. Ich wei\u00df nicht ob ich mir als Motivation gro\u00dfe Ziele, mit der Angst\/Gefahr, diese doch nicht zu erreichen. Oder ob es besser ist einfach nicht nachzudenken, in den Tag zu leben und alles was kommt als gut anzusehen. Hat halt die Gefahr, dass man evtl. unter seinen M\u00f6glichkeiten bleibt. Ich wei\u00df es nicht. Meine \u00c4ngste\/Zweifel sind zumindest etwas gemildert als ich mit Fabi Buhl hin und her geschrieben habe und er auch eine noch viel schlimmere Knieverletzung hatte und zur\u00fcck ist. Wenn ich sehe was er macht&#8230;..da w\u00fcrden mir 10% reichen. Motivation ist schon da, aber was auch stark an meinen Nerven zerrt ist einfach die Tatsache, dass nichts planbar ist. Wird D\u00e4nemark gehen? Wird \u00fcberhaupt was im Sommer gehen&#8230;oder doch erst Lefkada? Was wird der gr\u00f6\u00dfere Urlaub sein, usw. So viel Fragezeichen und man muss, wie es neudeutsch so sch\u00f6n hei\u00dft auf Sicht fahren. Zumindest habe ich mit dem Umzug nach Aschau ein festes Ziel vor Augen und ich glaube bis das nicht durch ist, plane ich auch nichts f\u00fcr danach. Reha l\u00e4uft, Trust the process und danach sehen wir weiter. Fest steht&#8230;es geht auf alle F\u00e4lle weiter.&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 27.02. (und auch nur dank guter Connections) habe ich einen Termin im OCM bei Fr. Dr. St\u00f6hr bekommen. Sowohl der Keinath wie auch die OSPhysio Jungs konnten sie nur empfehlen. Sie machte auch einen super Eindruck, schaute sich alles an, motzte \u00fcber das schlechte MRT und ihre Diagnose stand schnell fest. 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