{"id":82,"date":"2025-01-01T09:33:35","date_gmt":"2025-01-01T08:33:35","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.life-is-risk.com\/?p=82"},"modified":"2025-03-26T13:12:20","modified_gmt":"2025-03-26T12:12:20","slug":"01-01-2025-wissberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.life-is-risk.com\/index.php\/2025\/01\/01\/01-01-2025-wissberg\/","title":{"rendered":"01.01.2025: Wissberg"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Nach Silvester wollten wir es wissen bzw. hatten wir auch eine Tradition. Die Tradition war auf einen Gipfel an Neujahr zu steigen und wissen wollten wir, ob wir es k\u00f6nnen. Da wir gestern schon zu Fu\u00df auf der F\u00fcrenalpe gewesen sind, konnten wir uns schon einen Eindruck von den Bedingungen machen. Sagen wir mal so. Nicht ideal, aber gut genug. So nahmen wir einen fr\u00fchen Bus zur F\u00fcrenalp und danach die Gondel noch. Es ist schon immer ein Erlebnis an der Wand vorbei zu fahren. Es lag alles noch im Schatten, bis auf die Spitze vom Wissberg. Oben angekommen machten wir uns Aufstiegs-ready und gingen langsam los. Der Schnee war gut durchgefroren und an einigen Stellen eisig. Was zun\u00e4chst nach einem relativ kurzen Aufstieg aussah entpuppte sich als Trugschluss. Es zog sich einfach. Man sah st\u00e4ndig die Wand \u00fcber einen, von der au dann das Steilst\u00fcck anfing, aber es kam nicht n\u00e4her. Zudem machte man dank der eisigen Stellen einige Schritte zweimal. Naja. Wir jammerten nicht sondern gingen weiter. Mit der Zeit kam die Sonne raus und tauchte alles in wundersch\u00f6nes Licht. Gerade die \u00dcberg\u00e4nge hell\/dunkel waren mega. Zudem dann noch der Blick r\u00fcber zum Spannort. Richtig gut. So nach ca. 1,5h erreichten wir den Wandfu\u00df. Ich hoffte hier auf ein sch\u00f6nen Pl\u00e4tzchen, doch leider nahm in der H\u00f6he der Wind zu und blies richtig sch\u00f6n ums Eck. Es war zwar sonnig, aber doch frisch. Wir machten daher nur eine kurze Rast und bequatschten den weiteren Plan. Irgendwie wollten wir mit Ski nicht weiter, auch wenn wir schon Harscheisen drauf hatten. Der Schnee war einfach zu hart und irgendwie unsch\u00f6n zu gehen. So machten wir dann aus, wir gehen zu Fu\u00df weiter bzw. ziehen Steigeisen an und gucken einfach wie weit es sich gut anf\u00fchlt. Die ersten Schritte gingen noch gut (\u00fcber den festen Schnee), allerdings gab es dank dem Wind oben immer wieder Schneeansammlungen, die dazu f\u00fchrten, dass ich bis knietief und noch tiefer einbrach. Sagen wir mal so, es war anstrengend. So stapften wir langsam hoch, immer im Wechsel von weichem Tiefschnee hin zu fast komplett schneefreien Passagen. So auf 2400m wurde es dann etwas heikel. Vor uns lag eine steilere Passage, die wir entweder direkt gehen konnten oder \u00fcber eine lange Querung eine rechts-Schleife machen. Wir folgten zuerst der Skispur in die Querung rein. Hier war es wieder unangenehm zu gehen, da durch die Erw\u00e4rmung die Spur teilweise weich geworden ist. D.h. man brach manchmal ein, manchmal nicht. Insgesamt aber f\u00fchlte ich mich einfach nicht wohl, da unter uns echtes Absturzgel\u00e4nde war. Wenn man ins Rutschen geriet w\u00fcrde man bis zur Kante rutschen wo wir vorher Pause gemacht hatten. Pickel oder \u00e4hnliches hatten wir nicht dabei. Ich entschied f\u00fcr mich abzubrechen. Somit gingen wir wieder zur\u00fcck und ich warf einen Blick auf die direkte Variante. Auch die kam mir nicht ganz ohne vor, so dass wir gut 200m unter Gipfel abbrachen. Bissl angefressen ging ich wieder zur\u00fcck und spielte die verschiedensten Szenarien im Kopf durch. Aber am Ende war es wichtiger wieder heil unten anzukommen. Daf\u00fcr genossen wir dann den wundersch\u00f6nen Blick Richtung Engelberg. An Skidepot zur\u00fcck machten wir uns Abfahrtsbereit und gingen diese an. Leider hat es hier oben noch nicht ganz aufgefirnt, so dass es strange war zu fahren. Teils richtig hart, dann wieder weich. Dennoch machten wir sch\u00f6ne Schw\u00fcnge runter. Mit der Zeit wurde der Schnee auch immer weicher und wir genossen die Schw\u00fcnge in der Mitte. Am Ende fuhr ich noch in eine &#8222;steilere Rinne&#8220; rein, aber das f\u00fchlte sich mehr nach in Wasser fahren an als nach Schnee. Daf\u00fcr war dann das Ende wieder cool und \u00fcber den Wanderweg schossen wir vor bis zu den ersten H\u00fctten unterhalb der F\u00fcrenalp. Hier machten wir dann eine l\u00e4ngere Pause in der Sonne und a\u00dfen unsere Brotzeit. Herrlich. Auch wenn kein Gipfel, eine wundersch\u00f6ne Tour, bei der wir wieder was \u00fcber uns und \u00fcber die Verh\u00e4ltnisse gelernt hatte. Als die Sonne dann hinterm Titlis verschwand war es auch f\u00fcr uns Zeit zu gehen. Der kurzen Hatscher zur\u00fcck zur Bahn ging fix, dann hie\u00df es aber doch l\u00e4nger an der Bahn warten. 8 Leute maximal pro Fahrt. Zum Gl\u00fcck gab es immer wieder Gruppen, die zusammen bleiben wollten, so dass wir die Chance einmal nutzen und uns aufteilten. Daf\u00fcr sa\u00dfen wir wieder im Bus Richtung Eienw\u00e4ldli wieder zusammen auf der Bank \ud83d\ude42&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Silvester wollten wir es wissen bzw. hatten wir auch eine Tradition. Die Tradition war auf einen Gipfel an Neujahr zu steigen und wissen wollten wir, ob wir es k\u00f6nnen. Da wir gestern schon zu Fu\u00df auf der F\u00fcrenalpe gewesen sind, konnten wir uns schon einen Eindruck von den Bedingungen machen. Sagen wir mal so. 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