15.10.2025: Blackenalp


Heute hatte ich schon wieder mehr Energie als gestern. D.h. ich konnte wieder was unternehmen. Nachdem ich weniger Lust auf Wandern hatte machten wir die Bikes ready. Noch dick eingepackt starteten wir mit dem Gravel Richtung Fürenalp. Hier war noch alles gut, erst nach der Talstation als das Gelände steiler wurde merkte ich meine „Un-Fitheit“. Wahnsinn wie schwer es mir viel die Steigungen rauf zu radeln. Dabei dachte ich, dass ich den Sommer über schon etwas gemacht hätte. Anscheinend nicht genug. Zum Glück war das Wetter so gut, dass ich viele Motive sah und immer wieder stehen blieb um Fotos zu machen (und um mich auszuruhen). Nach dem ersten Anstieg wurde es etwas flacher. Danach wurde es ab dem Alpenrösli bis zum Stäfeli wieder zach. Nicht, dass es steil wurde, die Straße wechselte von Teer zu Geröll. Schön. Ich strampelte mir ordentlich was ab und bei der Abzweigung Richtung Spannorthütte bzw. dem Fahrweg (nicht Wanderweg) folgend, musste ich schieben. Ich sah schon weiter hinten im Tal das „Ziel“, aber das war noch ein Stück. So schob ich das Fahrrad bis zu der Stelle wo es vom Fahrweg Richtung Spannorthütte abzweigte und ab da konnte ich wieder etwas fahren. Hier überlegte ich schon…wie man es am besten anstellte, wenn man mal von der Spannorthütte fliegen wollte. Also den Weg tatsächlich bis hier hinten rein und hoch gehen…was schon ein Hatscher ist. Oder doch mit dem Bike…aber dann stand das Bike halt hier und man landete bei der Talstation Fürenalp oder noch weiter hinten. Hmm….Mal weiter überlegen, wenn es tatsächlich soweit ist. Egal. Im Hier und Jetzt sein. Ich mobilisierte all meine Reserven und schaffte es bis drei Kehren vor dem Stäuberwasserfall. Danach schob ich wieder und machte mich ab dem Wasserfall wieder fahrend weiter. Ich war auf einer wunderschönen Hochebene und nutzte die letzte Sonne, um hier Pause und Brotzeit zu machen. Ich genoss die Stille und die Wärme….auch die Pause tat gut. Danach ging es relativ easy bis zur Blackenalp. Hier war dann Schluss. Wenn man bis zum Surenenpass wollte, musste man ab hier schieben. Mit dem Gravel war an ein runter fahren eh nicht zu denken. Von daher beschloss ich es für heute gut sein zu lassen. Es reichte eh. Danach machte ich mich auf die Abfahrt. Ja…es ging zwar runter, aber irgendwie passte mein neuer Hinterradmantel nicht richtig. Auch wenn er dieselbe ERTRO Größe hatte wie der alte, war er größer. So hörte ich immer ein fieses Geräusch, wenn kleine Steinchen mitgenommen wurden und am Rahmen kratzten. Am Ende ging es besser als gedacht und ich genoss dann auch die Abfahrt. Vor allem das Licht wurde zur späten Stunde immer schöner und weicher. Es war einfach herrlich hier unterwegs zu sein. Am Ende rauschten die gelben Blätter nur so an mir vorbei und die Straße hatte mich wieder. Doch gut fertig kam ich am Camping wieder an und machte mich gleich unter die warme Dusche. Hier unten im Schatten war es kalt.