Für heute war starker Südwest Wind vorher gesagt und zusätzlich musste Laura noch am Vormittag arbeiten. Heißt wir konnten erst später los und waren noch weiter bzgl. Gebieten beschränkt. Nelson bracht die Idee mit Lagos ein, was super passte. So verzog sich Laura schon recht Früh in den Coworking Space zum arbeiten, ich brachte ihr später Frühstück und genoss meins in der Sonne auf der Terrasse. Gegen Mittag fuhren wir dann nach Lagos rein und parkten am Meia Praia. Während Laura noch ihren letzten Call aus dem Auto heraus machte, sondierte ich die Lage. Der Strand selber war riesig und hatte mega viel Platz in alle Richtungen. Wind stand auch schon gut an. Somit ging ich wieder schnell zum Auto, holte Gurtzeug und Schirm und breitete alles auf dem Strand aus. Ich traute mich aber noch nicht zum aufziehen, da es schon echt heftig wehte. In dem Moment kam auch Nelson an, zusätzlich waren noch zwei weitere Deutsche dabei. Nelson war voller Vorfreude und meinte schon, warum ich nicht aufzog…ich meinte nur, es ist schon stark. Der eine Deutsche hatte einen Windmesser dabei und maß mal schöne 27km/h. Nelson aber meinte, das geht schon. So zog ich Lauras kleinere Schirm auf und zog mich nur weg. Mit Nelsons Hilfe und seinen Kniffen gelang es mir immer besser den Schirm zu kontrollieren und dann die ersten Übungen zu machen. Von „killen“ über die B-Leinen, hin zu verdrehten Handels wieder frei bekommen, hin zu in die Leinen greifen, destabilisieren und wieder abfangen. Es zog mich zeitweise schon gut umher und ich bekam hin und wieder Panik, aber wie gesagt, durch Nelsons Hilfe ging alles gut. Ich fing wieder an meinem Knie und auch meinen Skills zu vertrauen. Danach übten wir das Umdrehen, Vorwärtsgehen, zurück fallen lassen, bewusst zu einem Ziel hin steuern und Beschleunigen. Insgesamt dauerte es ca. gute 1,5h die Session, aber ich war danach einfach durch. Ich hab mich gefühlt mit dem ganzen Körper über 1,5h Stunden lang gegen den Schirm gestemmt und war platt. Nelson lachte nur und beglückwünschte mich zu der guten Session. Total…ich hab echt viel gelernt. Danach war Laura mit dem Moustache dran bzw. auch Nelson uns so spielten sie lange rum, Laura vor allem auch am Beschleunigen und richtigem los laufen. Irgendwann bekam ich dann wieder den Moustache, aber ich merkte schon, dass meine Kapazitäten aufgebraucht waren. So beschloss ich am Ende nur zu fotografieren. Der Wind ließ dann mit der Zeit leider nach und Nelson schaffte es nur gerade so einen Sprung vom Holzsteg mit dem Moustache. Alles in allem, ein mega guter Tag, spielerisch und mit extrem viel Input. Bissl kaputt ging wir dann noch in Lagos einkaufen und ich war fasziniert von der Fischtheke. Brutal was die dort alles hatten. Wir gönnten uns zwei Doraden und bisschen was dazu bevor es zurück zur Casa Nook ging. Die Straße war dank der Sonne und dem trockenen Wetter schon besser, also man sah die Löcher, aber es blieb einfach unangenehm zum fahren. Witzigerweise stand am Nook ein Porsche und ich dachte mir nur, wer fährt denn mit einem Porsche diese Straßen. Es war ein Franzose. Am Abend freuten wir uns auf die Doraden, aber da wir uns die Küche mit allen anderen teilten war es einfach schlechtes Timing. Denn jeder beschloss etwas im Ofen zu machen. Natürlich hatte Viktor (der kleine von den Bretonen) wieder die Silikonhände an und spielte Krokodil. Wir hatten es nicht eilig, so warteten wir ab bis jeder durch war, gönnten uns in der Zwischenzeit die Pasteis mit Chorizo. Der Fisch gelang super und danach vielen wir mit einer Serie nur noch ins Bett.
18.02.2026: Lagos

