Heute war es dann soweit. Laura und ich hatten schon seit knapp zwei Wochen Kisten gepackt und waren echt erstaunt wie viel Zeug wir wirklich hatten. Von 50 ging es schnell Richtung 90 Kisten. In der Wohnung selber konnte man sich kaum bewegen und damit wir am echtem Umzugstag überhaupt irgendwie hin kamen mussten wir vorher die Kletterwand separat raus hauen. Zum Glück hatte ich mit Marco, Alex, Bäda und Steffen ein motiviertes Team gefunden. Ich holte Alex (inkl. Heidi) ab und wir fuhren nach Riem um den Anhänger zu holen. Damit ging es dann zurück und zu Hause waren schon die Jungs da. Ich hatte die Griffe aus der Kletterwand schon raus geschraubt und so mussten wir „nur“ noch demontieren. Die Jungs gaben alles und so ging es gut voran. Alex und ich koordinierten das Einladen während die anderen raus schraubten. Als alles im Hänger war, machten wir diesen noch mit dem Zeug aus dem Keller voll und gut wars. Steffen und Bäda gaben nochmal alles um die letzten Dübel raus zu reißen, aber wie schon bei den Schrauben habe ich es einfach zu gut gemeint. Ich glaube die Hälfte der Schrauben hätte locker gereicht und auch halb so lange Dübel. Einige bekamen wir gar nicht mehr raus, so dass wir das Problem anderen überließen. Die Wohnung sah schon echt fies ausgerupft damit aus. Mit dem Anhänger und dem Bus gings dann nach Aschau, wo Laura schon mit Leberkäs auf uns wartete. Nach einer kurzen Stärkung (inkl. Bier) gings dann an den letzten Rest. Die Jungs trugen die Platten und Balken nach oben bzw. den Rest in den Keller. Erstaunlich wie schnell sich doch alles füllte. Am Ende waren wir dann doch alle durch. Ich kann nur sagen…Danke Jungs!!! Das war echt eine riesige Hilfe für uns.
Die nächsten drei Tage hielten wir noch in der alten Wohnung so gut es ging aus bis dann der große Umzug bevor stand. Dank Chris hatte ich einen guten/günstigen Kontakt für eine Umzugsfirma bekommen und mit der klappte alles reibungslos. Die Jungs kamen mit Laster und Sprinter und dann dem Parkverbot konnte es los gehen (auch wenn ein Arsch direkt davor geparkt hatte und es der Polizei herzlich egal war). Stück für Stück wurden die Möbel runter getragen bzw. auseinander gebaut. Das Gefühl ein Pflaster weg zu reißen wurde immer ärger und es fühlte sich mehr danach an, dass man Haare, Haut und Kruste mitriss. Aber zum Glück war ich auch im Tunnel. Nach den Möbeln kamen die Kisten und der Keller. Gegen Mittag hatten wir dann alles drin und nach einer Pause ging es dann nach Aschau. Die Wohnung sah super aus (bis auf ein paar Kleinigkeiten) und routiniert wie die Jungs waren wurden die Möbel und Kisten hoch getragen. Es wurde mir etwas Bange als ich sah, dass alles viel kleiner wirkte und die Kisten mehr Platz einnahmen als gedacht. Am späten Nachmittag war dann alles drin und wir waren durch. Wir bedankten uns herzlich bei allen, beglichen die Rechnung und machten uns auf Aschau willkommen zu heißen. Es ging ins Lima, wo wir unsere Ankunft feierten…es fühlte sich jetzt schon gut an und München..was war mit München?
Das Wochenende nutzten wir dann dazu alles einzuräumen bzw. mal eine Liste zu machen was noch alles fehlte. Ich hatte noch Schwerlastregale besorgt, so konnte ich das Gym teilweise einrichten bis auf die Boulderwand, die ein komplett eigenes Kapitel wurde. Am Samstag kam dann auch schon mein Gasgrill und das war auch das erste was ich aufgebaut hatte. In der prallen Vormittagssonne holte ich mir fast einen Sonnenbrand als ich die glänzenden Stahlplatten zusammen schraubte, aber danach gings gleich zum Angermann und das erste Fleisch lag am Mittag drauf. Har Har Har. Dazu passte auch der Pizzaofen perfekt daneben. Auch der Flur bekam Spiegel, Gardarobenhaken und weitere Details. Mit den nächsten Wochen kam Stück für Stück hinzu und ich muss sagen…so ein Umzug ist schon nicht ohne. Aber jeden Tag, den ich bis jetzt hier aufwache und die Ruhe genieße ist ein Stück Lebensqualität, die ich nicht mehr missen möchte.

