14.02. – 16.02.2025: Engelberg

In der ersten Woche nach meinem Unfall stellte sich nach einem MRT und dem Besuch bei einer Orthopädin raus, dass ich mir einen Teil vom Meniskus verletzte habe und mir das vordere Kreuzband gerissen habe. Eine niederschmetternde Diagnose. Ich war echt durch und hab die erste Woche gebraucht überhaupt neuen Mut zu finden. Es ging…

In der ersten Woche nach meinem Unfall stellte sich nach einem MRT und dem Besuch bei einer Orthopädin raus, dass ich mir einen Teil vom Meniskus verletzte habe und mir das vordere Kreuzband gerissen habe. Eine niederschmetternde Diagnose. Ich war echt durch und hab die erste Woche gebraucht überhaupt neuen Mut zu finden. Es ging dann schon ab der zweiten besser, ich ging soweit möglich trainieren um ein wenig Muskelmasse vor der OP aufzubauen, weil die stand für mich fest. Leider fehlte mir noch der Besuch beim Keinath und im OCM, wo ich den genauen Termin erfahren würde. Ich brauchte aber jetzt auch etwas Abwechslung. Da sich Laura schon vor längerem für das Ski and Fly in Engelberg angemeldet hatte, beschlossen wir dorthin zu fahren. Zum einen war es ein Tapetenwechsel für mich, zum anderen war es auch ein Abschluss für mich mit Engelberg. Wir kamen quasi pünktlich zum Valentinstag an und genauso pünktlich fing es auch an zu schneien. Semi-ideal für mich mit den Krücken und der Schiene. Aber es ging. Wir kamen im Wohnwagen an, heizten ein und machten uns ready für den Besuch der Skilodge. Wir hatten den besten Platz bekommen, im Wintergarten hinter der Tür und wir genossen einen richtig schönen Abend zusammen. Es war echt irgendwie besonders und einfach schön. Mit viel Wehmut kam ich dann wieder in Tabbi an und beim Bier vor dem Ofen wurde mir vieles bewusst, was nicht mehr ging. Leise fiel der Schnee draußen und deckte das Land immer mehr unter einer weißen Decke zu. Ja…wenn es läuft, dann läufts. 

Am Samstag gab es dann, bedingt durch die Faschingsferien in der Schweiz, auch den größten Stau ever Richtung Engelberg hoch. In der Flug-Gruppe einigte man sich dann darauf sich unten in Brändlen zu treffen. Nachdem Laura unterwegs war, blieb ich danach noch etwas im Wohnwagen und machte mich dann mit dem Bus auf zur Fürenalp. Mit der Gondel gings dann hoch und direkt auf die Terrasse. Ich bekam noch einen Platz am Tisch einer Dame und mit der Zeit kamen wir ins Gespräch, was es echt kurzweilig machte. In den ruhigen Momenten schweifte mein Blick immer wieder hoch zum Spannort, zum Wissberg und zum Titlis. Diese Sehnsucht, dieses Verlangen dort oben zu sein, mit dem Gelände zu spielen und einfach zu sein, war unglaublich stark. Es riss mir fast schon mein Herz in zwei Teile, vor allem mit der Ungewissheit ob ich das jemals schaffe. Wars das schon? Das kanns doch nicht gewesen sein. Boah…diese Gedanken machten mich echt fertig. Nachdem ich mein Rösti genossen hatte machte ich mich auch schon wieder auf dem Weg zurück. Ich kam am Wohnwagen an und tatsächlich war das die Zeit im Jahr wo wir wieder Sonne bekamen. In völliger Verwunderung machte ich Fotos von Sonne in Tabbi. Vielleicht gut eine Stunde später war auch Laura da und erzählte mir von ihrem spannenden Tag. Natürlich war es dank den Wolken wieder Para-Waiting geworden. Aber am Ende ging es doch ganz gut und es hat sich gelohnt. Sie zeigte mir die Fotos, die einfach mega waren. Ich genoss es die Geschichten zu hören, auch wenn sie etwas schmerzten. Mein Blick wanderte auch immer wieder raus zum Winter-Wonderland. Ach ja. 

Am Sonntag ließen wir es dann ruhig angehen, ließen auch das ganze Ferienchaos hinter uns und machten uns bald auch auf dem Weg zurück nach München. 

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