Nach der schönen Nacht in Scuol hieß es weiterfahren. Der ursprüngliche Plan am Reschen zu bleiben hatte sich dahingehend zerschlagen, dass der Camping in Revision war und der Spa Bereich modernisiert wurde. Also hieß es am Reschen vorbei fahren und nur kurz in Mary’s Market zum Speck einkaufen stehen bleiben. Danach gings über das Vinschgau Richtung Gardasee. Das Vinschgau selber begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein und sehr milden Temperaturen. So hatten wir uns das ungefähr vorgestellt. Ein kurzer Snack-Stopp neben den Apfelfeldern musste auch drin sein. Generell sah hier alles wieder mega aus, als extra Zuckerl sah man dann sogar die Dolos kurz. Ach….warum sind wir nicht öfters hier? Die Fahrt über die Autobahn war dann eher langweilig bis wir dann oben in Mori waren. Hier sahen wir dann auch den neuen Tunnel, der wohl direkt bis kurz vor Arco geht um die Dörfer oben zu entlasten. Sicher nicht verkehrt, auch wenn es schon deutlich den typischen Gardasee-Moment zerstört. Wir fuhren anschließend direkt zum Camping Zoo, der mittlerweile ja eine regelrechte Ferienanlage geworden ist. Damit komm ich immer noch nicht ganz klar. Witzigerweise war an dem Wochenende auch noch Rock Masters, welches wir nur dahingehend merkten, dass die Parkplätze alle gerammelt voll waren. Wir waren sogar noch so früh dran, dass sich ein kurzer Shoppingmoment ausging, der mal wieder in Schuhen für mich und Laura endete. Nicht das verkehrteste. Anschließend gönnten wir uns noch einen Aperol Spritz bevor es zurück zum Camping ging. Hier gönnten wir uns dann das volle Programm mit Sauna und Whirlpool. Ich muss sagen…das wertet den Gardaseebesuch mal deutlich auf. Nach drei Runden Sauna war es dann auch genug und nachdem wir wieder hergestellt waren gings noch in die Pizzeria vor Ort und danach einfach nur noch ins Bett.
Am nächsten Tag wollten wir die Gelegenheit noch ausnützen, dass wir in Arco waren. So entschieden wir uns für eine Wanderung auf den Colodri vom Camping aus. Zunächst ging es nach Norden, an dem Ristorante Laterna vorbei bis kurz vor Ceniga. Hier nahmen wir dann den Abstiegsweg vom Kletterfelsen als Aufstieg und gingen erst durch dichten Wald. Hier stand die Luft und entsprechend schwitzten wir uns einen ab. Mit der Zeit gelangten wir aber an offenere Stelle. Wir waren quasi an der ersten Felsstufe und um auf die Red Point Wall zukommen mussten wir sogar einen kleinen/kurzen Klettersteig überwinden. War nicht schwierig, aber unerwartet. Danach waren wir auf dem oberen Plateau und diesem folgten wir nach Süden bis nach Laghel. Die Landschaft war mega. Ein verwunschen kleiner Pfad schlängelte sich hier oben durch den Wald und es wirkte alles total „befremdlich“. Also so, als ob wir nicht in Arco wären. Immer wieder bekamen wir den Blick nach unten und zum See. Es ist schon einfach eine brutal schöne Gegend. Wir erreichten den Colodri mit seinen imposanten Wänden (sogar eine Highline war hier gespannt) und einen coolen Trailpfad folgend ging es eben zum Abstieg. Dieser bestand teilweise noch aus groben Steinen, dann wieder polierter Stein. So richtig entspannt zum runtergehen war es für mich noch nicht, aber mit Konzentration zu schaffen. Am Ende waren wir dann in Laghel und gingen danach noch hoch zur Burg Arco. Hier gab es eine kleine Neuerung und zwar musste man Eintritt bezahlen. So gingen wir nur bis zum Café, genossen von hier oben den wunderschönen Ausblick auf Arco und den Gardasee. Auch wenn es sumpfig/trüb war…die Stimmung war schon toll. Danach folgte der Abstieg in die Gassen von Arco, ein kurzer Besuch beim Pizza-Mann meines Vertrauens und mit einer Kugel Schokoeis ging es zurück zum Camping Zoo. Hier duschten wir noch kurz und machten uns ready bevor es weiter ging. Ziel war jetzt Venedig bzw. der Camping in Fusina, noch auf Festland. Die Fahrt runter war jetzt nicht das Problem, aber als wir von der Autobahn runter sind und wir gefühlt durch das übelste Industrie und Abfallwirtschaftsviertel fuhren….dachte ich mir schon „was machen wir hier“. Der Camping selber war schön angelegt und wir hatten Glück sogar noch einen Platz ganz vorne vor der Hafeneinfahrt mit Blick auf Venedig zu kommen. Leider kippte das Wetter etwas, so dass ich noch schnell die Markise aufbaute und wir danach im dunklen den Schiffen beim Vorbeifahren zuschauten. Das muss ich sagen war schon krass. Also gefühlt keine zwanzig Meter vor dir fährt so ein großes Kreuzfahrtschiff vorbei…hat schon was.

