Obligatorisch zu unserem Jahrestag ging es nach Engelberg. Man..gefühlt ewig nicht mehr hier gewesen, aber eigentlich war es nur der November. Dieser war gefühlt auch nochmal richtig stressig, so dass wir froh waren, dass es Dezember war und alles etwas ruhiger wurde. Laura genoss den Schnee und ging lifteln und ich wollte auch versuchen wie sich das mit dem Schnee wieder anfühlt. So fuhr ich mit dem Bus zur Talstation und legte meine Ski an..komisch…sehr komisches Gefühl. Zum Glück lenkte mich kurz die neue Skireinigungsstation per Druckluft ab. What the Fuck. Die Leute nahmen es wie verrückt an reinigten damit ihre Ski vom Schnee. Crazy, dafür, dass sie eh gleich in die Gondel stiegen und die nächste Runde machten. Naja…so machte ich die ersten zaghaften Schritte. Es fühlte sich jetzt nicht sooo verkehrt an. Bergauf war es halt wie Wandern und damit war ich das schon noch gewohnt. Als ich die „Abkürzung“ nahm, also das kleine Stück weg von der Piste hoch nach Untertrübsee, merkte ich dann doch den Unterschied. Sobald es eisiger wurde oder ich die Kante mehr einsetzen musste, war das gute Gefühl weg. Das fühlte sich immer noch sehr herausfordernd an. Gar nicht mal instabil, aber es fehlte in diesem Seitendruck jegliche Kraft. Der Plan war von Untertrübsee rüber zu gehen zur Gerschnialp. Auf dem flachen Stück fühlte sich wieder alles mega an und ich genoss es sogar wieder auf den Skiern zu stehen und in der Natur zu sein. An der Gerschnialp entschied ich mich dann doch dafür mal das Ski fahren wieder auszuprobieren. Ich baute um, stellte die Schuhe fest und stellte mich in die Reihe vom Tellerlift. Oben angekommen schlitterte ich aus dem Lift raus und stand vor der blauen Piste…Puh…tief durchatmen. Ich fühlte mich in der Zeit zurück versetzt. Damals als Kind, am Walchsee, wo alles nur anstrengend war beim Ski fahren. Ich machte meine ersten vorsichtigen Schwünge…es ging…aber Spaß..naja. Ich verkrampfte überall und jeder Schwung war mit zig Gedanken verbunden. So fuhr ich von Stütze zu Stütze und unten war ich auf zweierlei Arten froh. Froh, dass es vorbei war und froh, dass es gegangen ist, aber ich war durch. Also stellte ich die Skischuhe wieder um auf Gehmodus und schulterte die Ski. Denn zur Gerschniealp-Bahn lohnte es sich nicht aufzufallen. Die paar Schritte ging ich dann zu Fuß und an der Bahn fühlte ich mich wieder so richtig angekommen. Also dieses Skifahren mit auffellen, abfellen, tragen, etc. Geil. Mit der Zahnradbahn gings dann runter und mit dem Bus zurück…Engelberg..you have me back. Und ja…das ganze wurde mit unserem Jahrestag in der Skilodge weiter gefeiert…so wie es sich gehört.
06.12.2025: Engelberg

