Motiviert ging es am Sonntag aus unserem Kälteloch. Laura holte ihre Ski vom Service ab, ich machte mich mit meinen äh Lauras Ski auf. Wir trafen uns an der Talstation Ristis und fuhren eben bis dahin hoch. Danach machten wir uns ready für unsere erste Skitour seit meiner Verletzung. Fühlte sich ungewohnt an..auch, dass wir beide in der Sonne standen und schon nach den ersten Metern die Jacken auszogen. Es war schön wieder zusammen unterwegs zu sein. Langsam und mit schönen Tempo gings dann neben der Piste hoch. Das alles lief gut….ich machte mir aber schon etwas Gedanken, wie ich denn wieder runter komme. Denn der Lift hatte einen Rollteppich zum aufsitzen, der aber für die runter Fahrt fehlte. D.h. mit Ski an den Füßen konnte ich nicht runter fahren. Aber in der Hand halten??? Egal. Erst einmal hoch. Die Piste sah gut aus…griffig, aber nicht zerfahren. Wir wählten ab der Mitte dann den Weg über die nicht geöffnete blaue Piste, die oben raus echt interessant wurde. Der Schnee war kaum noch vorhanden bzw. kein Untergrund. Es rutschte gut auf dem Gras, so dass ich mich entschloss die Ski abzumachen und zu Fuß hoch zu gehen. Laura wählte ein steileres Stück im Schatten, welches gut ging. wir trafen uns dann oben am Winterwanderweg wieder beide mit Ski und machten die letzten Meter noch bis zur Hütte. Beim Startplatz Brunni blieben wir noch kurz stehen, denn es waren tatsächlich Leute in der Luft. Schon geil…aber bei -15°C wäre es mir auch zu kalt. An der Brunnihütte oben machten wir nebenan Rast und genossen die Wärme. In mir kam schon der Gedanke auf, ob ich denn nicht versuchen sollte runter zu fahren. Die Piste sah echt gut aus. So bequatschte ich das kurz mit Laura und schickte sie dann vor. Voller Konzentration und kompletter Körperanspannung machte ich die Schwünge runter. Tatsächlich war sogar etwas Rhythmus dabei. So wie früher. Es fühlte sich trotz der Anstrengung super an. Unten musste ich dann nur aufpassen konzentriert zu bleiben. Unversehrt kam ich bei Laura an und ich freute mich innerlich. Ein kleiner Schritt…aber ein erster Erfolg. Wir fuhren mit der Bahn runter und während Laura kurz noch einkaufen ging, schleppte ich die Ski zurück zur Bushaltestelle bzw. Camping. Beim Warten auf den Bus schaute ich wieder rüber zum Großen Spannort und es kam mir das Lied von den Onkelz wieder zurück, welches ich mal im vorletzten Sommer gehört hatte, als ich hier geflogen bin…“Wir haben noch lange nicht genug“. Genau…ich hab nicht genug…es ist der Anfang.
Zurück am Camping snackten wir noch kurz was und da wir zu faul zum Duschen waren entschieden wir uns in die Sauna zu gehen. Es war herrlich wieder in einer kleinen Sauna zu sein. Platz, kein Gedränge…Ruhe. Wir entspannten uns, auch wenn unsere Körper mit dem Temperaturunterschied von -15°C zu +90°C echt zu kämpfen hatten.
Wie üblich genossen wir den Abend bei lecker Essen (Geschnetzeltes) und dem Perfekten Dinner.
Am nächsten Tag merkten wir dann doch leider, dass unsere Körper den Kampf mit den Elementen zunächst verloren hatten. Ich hatte dank einem Muskel, der einfach zu gemacht hatte, mega Rückenschmerzen und Laura hat es leider mit einer Erkältung erwischt. Nachdem wir heute definitiv nichts machen konnten und es weiterhin so kalt blieb…entschieden wir uns dann doch dazu heute schon zurück nach Hause zu fahren. So machten wir alles Frostsicher, entdeckten dabei eine gesprengte Spezi-Flasche samt Inhalt unterm Bett und schauten nicht blöd, als der MINI -20°C anzeigte. Ok..Danke Engelberg. Es war schön..wir sehen uns wieder, wenn es etwas wärmer ist, aber definitiv sehen wir uns wieder.

