Dieses Wochenende ging es wieder nach Engelberg. Warum auch immer…der Stress nahm mal wieder langsam zu. Gefühlt komme ich kaum aus einer „normalen“ Woche. Also wo ich konsequent in der Früh trainiere, dann Arbeite und dann Abends einfach entspannen kann. Irgendwie ist immer irgend was. Daher In diesem Fall leider etwas schlimmeres. Meine Mutter, Schwester und ich hatten sehr kurzfristig und auch nur über Umwege erfahren, dass meine Tante in Yugo gestorben ist. Tiefe Traurigkeit überkam mich natürlich. Ich hatte sie schon lange zwar nicht mehr gesehen, aber dennoch. Alte Erinnerungen kamen hoch. Wie ein Film spielte sich alles in meinem Kopf ab. Natürlich war ich dann auch für meine Mutter da, die zwar gefasst war, sie es aber natürlich hart mitnahm. Entsprechend fertig kam ich am Freitagabend am Wohnwagen an. Laura war ja schon da. Sie war die Woche über in Engelberg geblieben. Daher tat es gut sie wieder zu sehen und auch in einen warmen, vorbereiteten Wohnwagen zu kommen. Am Samstag machten wir mal nichts und entspannten uns einfach.
Der eine Pausetag tat gut. Sonntag fühlten wir uns schon wesentlich besser und machten uns auf zur Skitour Richtung Hopper. Tatsächlich lief es insgesamt sehr gut, wir hatten eine gute regelmäßige Pace drauf. Natürlich zog sich das Stück hinterm Kanonenrohr mal wieder und durch die Engstelle selber gings aber dann doch gut. Laura war so fixiert auf den Hopper, dass es kurz einen ersten Moment brauchte um meinen Vorschlag zu realisieren. Dieser war nämlich den Hatscher nach hinten sein zu lassen und statt dessen abzufahren. Ja…ich fühlte mich gut und ready genug um hier abzufahren. Nachdem wir so waren entschieden wir uns dazu noch zur Gondel von Untertrübsee hoch zu steigen, so wie in alten Zeiten. Nur mit dem Unterschied, dass wir solche Touren vor der Arbeit gemacht haben. Oben angekommen hatten wir auch noch etwas Sonne, genossen diese, fellten ab und los gings. Wie immer, also so wie wenn man mit dem Bike los fährt, ist der Anfang das schwierigste bzw. das Pendant zur Rampe. Es war steil. Ich musste mir echt Mühe geben und aufpassen nicht zu verkanten. Danach war ich aber aktiviert und es ging gut. Nur am Kanonenrohr merkte ich dann die Oberschenkel und der Rest war fast mehr verkrampft als locker. Aber es reichte aus die Schussfahrt quasi ohne schieben zu schaffen. Danach folgte der Rest der Talabfahrt. Leider erwischte es ein Mädel vor uns. Sie blieb irgendwo hängen, fiel und verdrehte sich das Knie…Damn…das sah meiner Verletzung sehr ähnlich aus und ihrem Geschrei nach zu Urteilen war wohl etwas durch. Das langt mir immer noch einen Schauer über den Rücken, da ich mich doch noch gut an meine ersten Sekunden nach dem Unfall erinnerte. Was ein scheiß. Laura versicherte sich, dass sie versorgt wurde, es waren auch gleich ein paar Freunde von ihr bei ihr und auch, dass unten Bescheid gegeben wird. Ich fuhr mit einem mulmigen Gefühl vorbei und konzentrierte mich auf die Abfahrt. Unten war ich dann heilfroh ohne irgendwas angekommen zu sein. Anschließend probierte ich die Druckluftreinigungsanlage für die Ski aus, die bei nassem/klebrigem Schnee nur mäßig gut ist. Danach vertrödelten wir noch etwas Zeit im Shop, da wir in der Mittagspause der Busse waren. Irgendwann kam dann ein Bus angefahren, parkte und aus ihm stiegen alle weiteren Busfahrer aus. Danach gings zurück zum Camping. Da wir ja nächstes Wochenende unser Freundewochenende hatte mussten wir gefühlt alles einpacken. Ski, Schuhe, Stöcke, LVS, Kleidung, Proviant, Leergut, Schlafsäcke, Besteckzeug…irre. Aber, was noch fast krasser war, war….dass alles in den MINI gepasst hat. Ein echtes Raumwunder. Sogar die leere Gasflasche. So gings quasi wie die Balkanesen vollbeladen zurück nach Aschau…Was uns etwas unvorbereitet traft war die Tatsache, dass tatsächlich Schnee vorher gesagt war. Leider nicht bei uns sondern genau ab Lindau bei der Rückfahrt. Dort fing es richtig gut an zu schneien und zwar so viel, dass die Räumfahrzeuge nicht hinterher kamen. Hieß am Ende. 40-60km/h auf der Autobahn. Das zog sich dann bis München, wo es zum Glück weniger viel war. Ab München bis Aschau ging es dann wieder super. Ja…blöd, dass kein Schnee bei uns, aber für die Heimfahrt war ich dann doch froh. So passiert es, dass eine 5h Fahrt plötzlich 7h und länger dauert.
25.01.2026: Engelberg

