11.02. – 13.02.2026: Faro


Also….so spontan wie noch nie in meinem Leben entschied ich sehr kurzfristig Laura bei ihrem Portugal Trip zu begleiten. Also zumindest Zeitweise. Angefangen hatte es damit, dass ich ein Start/LandeTraining buchen wollte. Sie aber meinte, der Nelson kann das genauso gut. Ich schaute auf die Vorhersage…Dauerregen in Portugal. Die bekamen gerade den vierten oder fünften Sturm ab. Also wartete ich noch etwas und überlegte. Ich nahm Kontakt mit Nelson auf um zu checken ob er Zeit hätte. Die Tage vergingen und ja, er hatte Zeit und ja, das Wetter besserte sich und sah super aus. Hier in Deutschland, grau und bäh. Ok..also go. Den Hinflug buchte ich zumindest so, dass ich mit Laura zusammen flog, beim Rückflug war ich etwas früher dran, da ich nur eine Woche frei nahm. Schon etwas nervös, aber mit Null Erwartungen legte ich wie üblich am Vorabend des Fluges alles auf den Boden. Das sollte passen…mehr war es in Lefkada auch nicht und der Duffel war am Ende eh voll. Wir luden alles in den MINI und ich fuhr am Donnerstag in die Arbeit. Laura machte sich dann später am Nachmittag mit der Bahn auf und so trafen wir uns bei BMW. Von hier gings dann nach Memmingen, was auch nur eine gute Stunde dauerte. Ich hatte den Parkplatz dort reserviert, geparkt, noch schnell umgezogen und dann gingen wir schon mit den Duffels auf dem Rücken in den Flughafen. Dort gaben wir am Selfcheck-In alles ab und waren keine 15 Minuten später, an der Sicherheit. Hier ging alles ohne Probleme durch und dem wohlverdienten Feierabend-Bier stand nichts im Wege…ausser ein ausgefallenes Kassensystem. Das fing sich nach 10 Minuten und so begann der Urlaub. Wie zu erwarten machten die Ryanair Leute beim Checkin Probleme wegen meinem Rucksack, nach kurzem Ruckeln aber war ich dann auch durch. Ryanair ist schon echt eine Holzklasse für sich. Nicht nur dieser scheiß Checkin, auch die Sitze waren gefühlt kleiner und weniger gut gepolstert. So war der 3h Flug jetzt nicht ganz so geil, aber dafür war es schön in Faro zu sein. Es war auch schön warm, wenn auch etwas dampfig. Wir packten unsere Duffels (juhu, sie sind nicht verloren gegangen) und gingen die ca. 10 Minuten vor bis zu unserem Flughafen Hotel. Das war natürlich verwirrt, weil wir zwei Leute waren und nicht eine Person, aber nachdem wir einen Aufpreis von 15€ gezahlt hatten bekamen wir die Schlüssel. Das Zimmer war super, sauber und relativ geräumig, aber das war uns fast egal wie wir in die Betten fielen. 

Am Freitag klingelte der Wecker dank Zeitverschiebung relativ früh, aber dafür ging auch schon die Sonne auf. Wir gingen kurz zum Supermarkt neben an, kauften Frühstück ein und ich bekam meinen Kaffee. Danach setzte ich mich im Hotel an meinem Rechner, machte die Meetings, während Laura das Auto holte. Als ich dann fertig war, kam sie vorbei, wir packten unser Zeug zusammen und luden alles ins unseren kleinen neuen Renault. Dann gings über die Autobahn Richtung Sagres, zu unserer eigentlichen Unterkunft. Ich machte einen Call aus dem Auto während Laura fuhr und beobachtete die Landschaft. Auch wenn es nichts besonderes war (Städte und Industriegebiete) es fühlte sich einfach wieder geil an unterwegs zu sein. Wir bekamen noch einige Regenschauer ab, aber das trug nur zur dramatischen Stimmung bei. Unsere Reise führte uns bis kurz vor Sagres, besser gesagt nach Villa do Bispo. Von hier gings dann laut Google noch so 2/3 Km bis zur Unterkunft. Was wir nicht wussten…es waren nur noch Dirtroads. Dank den vorherigen Stürmen waren die mehr Matsch als Schotter und die ganzen Löcher waren vollgelaufen, so dass wir nicht sahen wie tief die sind. Schon die erste Abzweigung hätte uns fast zum Umkehren gezwungen, aber mit nur einem leichten Aufsetzen zog Laura durch und die Straße besserte sich etwas. Dennoch war das kurz ein Dämpfer. 10 Minuten und unzählige Schlaglöcher später waren wir an der Casa Nook angekommen. Ein super schöner ehemaliger Bauernhof (den man so nicht mehr erkennt), der schön umgebaut wurde. Wir mussten noch auf unser Zimmer warten, ich nutzte die Zeit um weiter zu arbeiten. Als ich dann fertig war, wir das Zimmer bezogen hatten fühlte es sich endlich wie Urlaub an. Laura war in der Zwischenzeit kurz einkaufen gewesen, somit hatte ich auch schon Bier. Wir wollten das Tageslicht noch nutzen und fuhren vor nach Cordoama. Das war quasi der Start/Flugplatz in der Gegend. Der Wind vom Meer blies irre stark, so dass wir zunächst nicht raus gingen. Nachdem wir Jacken an hatten gings schon besser. Noch konnte ich mir das ganze Soaring nicht vorstellen, aber Laura erklärte mir alles. Ich hatte mega Respekt, aber irgendwie war das aktuell auch nicht mein Ziel gleich zu fliegen. Mal gucken was Nelson so auspackt. Aber alleine schon hier zu sein, den Sonnenuntergang am Meer zu sehen, den Wind zu spüren, das Salz zu riechen und die Farben zu sehen…war schon viel. Danach fuhr mich Laura noch nach Sagres, einem kleinen Surferort und wir gingen am örtlichen Strand spazieren. Auch hier war es schön. Mehr Sonne, weniger Wind. Danach gönnten wir uns noch einen Burger….und als wir die Ruppelfahrt zurück zur Casa Nook hinter uns hatten, vielen wir auch nur noch müde ins Bett.