Nach unserem kleinen Frühstücksritual bekamen wir Nachricht von Nelson. Es ist ein etwas entfernterer Spot, aber der Wind soll gut sein. So ging es ins ca. 170km entfernte Aberta Nova. Wir entschieden uns zumindest jetzt am Anfang für den Weg über die Landstraße, da wir uns nicht sicher waren ob man auf der Autobahn über Mautstationen zahlen kann oder nur über Transponder. Ich muss sage…ja, landschaftlich toll, aber 2,5h Fahrt bei 60km/h Durchschnittsgeschwindigkeit und immer mit Obacht, nicht in ein Schlagloch (was wirklich den Namen SCHLAG-loch verdient) zu fahren waren echt anstrengend. Sowohl für Laura wie auch für mich (aka „schlechtester Beifahrer der Welt“). So gings an Carrapateira vorbei, ein potentiell weiterer Spot, weiter nach Aljezur und dann in Sines endlich für ein kurzes Stück Autobahn bis hoch nach Melides und dann über immer schlechter werdenden Straßen vor zum Strand. Das positive…ein mega geiler Strand. Wir parkten und wir waren auch noch etwas zu früh. Leider ging das mit der Kommunikation nicht ganz glatt und so kam Nelson erst gegen 14Uhr, wir waren gegen Mittag dort. Also nutzten wir die Zeit zum snacken und für einen langen Spaziergang. Was man schon deutlich merkte und das hatten wir schon bisschen am Rand mitbekommen. Durch die Winterstürme war aktuell sehr viel Strand verschwunden. Zum Spazieren reichte es, zum Landen wäre mehr besser. Die Sonne stand schön am blauen Himmel und der Sand glitzerte und war schon fast gleißend als wir in Richtung Sonne entlang spazierten. Auf dem Rückweg war es schon deutlich angenehmer. Ich nutzte dann noch die Zeit eine Runde im Auto zu schlafen als dann langsam Bewegung in die Szenerie kam. Zwei Jungs, die Moustache flogen parkten und machten sich gleich auf von der Düne zu starten. Kurze Zeit später kam Nelson und Veronika. Wir begrüßten uns herzlich als ob wir uns schon ewig kennen würden. Nach einer kurzen Gebietseinweisung übergab er uns gleich zwei Moustache und fing an uns die Grundzüge zu erklären. Aufziehen, oben halten, lenken, ablegen usw. Ich übte viel mit dem Schirm, auch das ausdrehen, was mir dann später beim Rückwärtsstarten helfen sollte. Laura kam schon sehr gut voran und probierte nach ca, 2h auch ihren ersten Flug. Das war just in dem Moment als ich am Auto war, um was zum trinken zu holen. Ich hörte nur ihren hohen Schrei und sah den Moustache vorbei fliegen. Zum Glück war es nur der Schreck und sie landete ok. Danach probierte sie es immer wieder und tatsächlich schaffte sie am Ende ihren ersten längeren Flug mit dem Moustache..sehr geil. Auch wenn uns nur theoretisch klar war, wie man gut landet. Aber das bekam sie auch noch irgendwie hin. Yeah…ich selber war durch die Trainingseinheiten und die direkte Betreuung nach über 3h Groundhandling fertig. Also Körper und Kopf. Wir schauten noch zu wie Veronika und Nelson flogen und beendeten dann auch bald den Tag. Für die Rückfahrt im Dunkeln wollten wir uns die Landstraße nicht antun und Nelson empfahl uns auch eindeutig die Autobahn (wobei die echt teuer war. Für vielleicht 150-180km 15€). Somit war das gesetzt. Bei einem wunderschönen Sonnenuntergang ging es zurück Richtung Bispo, allerdings hatten wir Hunger und nachdem wir keine Lust hatten in ein besseres Restaurant zu gehen sondern eher Komfort-Food zu essen entschieden wir uns für die andere Empfehlung von Nelson. Und zwar die Pizzeria D’Aldeia in Budens. Fast schon verhungert kamen wir da an. Die Pizza war mega lecker (auch das Bier) und so gings gesättigt und fertig zurück zur Casa Nook, wo wir nur ins Bett fielen.

