Tatsächlich schaffen wir es dieses Wochenende mit Steffen nach Engelberg. Wir reden gefühlt seitdem wir den Wohnwagen dort stehen haben, da er damals (2008? rum) mit Zotz und Stephan (Drexler) hier unterwegs war und einfach noch gute Erinnerungen daran hatte. Das Wetter wankte noch etwas hin und her, vor allem aber deswegen, weil bis jetzt wenig Schnee gefallen war. Für das Wochenende änderte sich das aber. Laura war im Schwarzwald und kam direkt nach Engelberg und Steffen kam am Freitag nach Arbeit bei mir in Aschau vorbei. Wir packten den Bus mit all seinem Zeug voll (er hatte schließlich Snowboard und Ski dabei) und was wir sonst noch so brauchten. Dann gings los. Entspannt quatschend verging die Zeit wie im Flug. Ich kann gar nicht genau wiedergeben über was wir alles geredet hatten, aber es tat gut. Es war einfach wie früher. Normal..wir waren beide entspannt und hatten Zeit. Einfach genial. Wir fuhren durch, so dass wir etwas verhungert und verdurstet in Engelberg ankamen. Es war trocken und gefühlt noch gut warm. Laura war schon da und half uns dabei alles in den Wohnwagen zu bringen, gleichzeitig waren auch schon die Bier kalt gestellt. Wir machten eine ordentliche Brotzeit und genossen zu dritt den Abend bei schönen Gesprächen. Tatsächlich verbrachten wir eine gute Nacht im Wohnwagen, wobei Laura vorne schlief, während Steffen und ich hinten gut am Sägen waren.
Der nächste Morgen fing entspannt an. Während dem Frühstück kam dann der vorhergesagte Regen. Die Wolken hingen tief, was war zunächst noch warm, doch mit dem Regen kamen dann auch die kälteren Temperaturen. Es fing dann irgendwann an zu schneien und das dann gefühlt gar nicht mal so wenig. Laura entschied sich irgendwann mal Mittags rum zum Skifahren bei Null-Sicht, während sich Steffen den Skipass sparte. Morgen sollte echt gut werden. Mir wars eh Wurst, so dass ich mit Steffen noch kurz einkaufen fuhr und wir dann noch einen Geocache suchten. Witzig wie weit bzw. professionalisiert das ganze mittlerweile geworden ist. Sogar die Cache waren jetzt „standardisiert“ mit den Rohlingen von den PET Flaschen. Echt cool. Zurück am Wohnwagen war auch Laura da und wir gingen am Nachmittag noch in die Sauna zum entspannen bevor wir uns das Käsefondue gönnten. Dazu noch ordentlich Bier…der nächste Tag kann kommen. Vor allem weil hier unten sicher über 20cm Neuschnee gefallen sind und oben sicher noch mehr.
Am nächsten Tag waren Laura und Steffen (wobei Steffen mehr als Laura) voll aufgeregt und wollten unbedingt die erste Gondel erwischen. Feel free. Sie machten sich zeitig fertig und fuhren los. Ich gönnte mir noch einen zweiten Kaffee und timte es dann so, dass es nach dem Skifahren in etwas Mittagszeit war. Ich fuhr mit dem Skibus bis zur Talstation wobei ich hier dann vom anderen Parkplatz aus anstehen musste. Tatsächlich sah es nur krasser aus als es am Ende war. Ich wartete etwa 40 Minuten und war dann in der Gondel. Ich fuhr bis Trübsee und dann mit den Hopper rüber. Danach hoch zum Jochpass. Von hier machte ich mich dann an die einzige blaue Abfahrt und die hatte es für mich schon in sich. So ganz rund lief alles immer noch nicht. Vor allem gab es mit dem Neuschnee viele Huckel und die bremsten mich ordentlich aus. Ich gönnte mir die Abfahrt nach Engstlenalp zwei/dreimal und ja..es ging schon besser, aber ich spürte deutlich das Kraft-Defizit. Danach machte ich noch wagemutig eine Abfahrt zum Trübsee runter. Ui ui ui. Quasi ab der Mitte bei Nullsicht, da wir über den Wolken noch am Jochpass waren und diese dann in der Mitte rein gezogen sind. Das war schon mega anstrengend und ich war heilfroh wieder im Sessel zu sitzen. Ich checkte oben im Berghaus Jochpass ein und zu meiner Überraschung war das brechend voll. Ich bekam quasi alleine keinen Platz mehr. Irgendwann sneakte ich mich an die Bar als zwei Jungs gingen und verteidigte die Plätze bis Steffen und Laura kamen. Diese hatte eine mega Zeit gehabt. Nicht nur Steintälli sondern auch Sulz sind sie gefahren. Beide waren ewig fertig, aber noch voll motiviert. Nach der Bratwurst bzw. dem Rösti ging es uns allen besser. Ich beschloss nur noch die Abfahrt bis zum Trübsee zu machen während die andere noch weiter wollten. So verabschiedeten wir uns und mich erwischte es wieder mit dem Nebel ab der Mitte. Ich war körperlich echt fertig und gefühlt nach jedem dritten Schwung machte ich Pause. Irgendwann erreichte ich dann doch noch den Hopper ohne Blessuren und stieg ein. Erst bei der Gondelfahrt runter kam ich auch selber runter. Ganz schön aufregend. Zurück am Camping machte ich mich dran unsere beiden Autos frei zu schaufeln. Das dauerte ewig. Danach packte ich schon mal alles vor, da wir auch viel aus Tabbi mitnehmen. Dazwischen kommt Ostern wo wir am Idrosee sind und danach ist schon Saisonabschluss. Heißt hier langsam mal klar Schiff machen. Als ich dann so fast fertig war kamen auch Steffen und Laura nach Hause. Leider hatte sich Laura bei der letzten Abfahrt was am Knie gemacht. Kann schon mal den Schreck vorweg nehmen. Angerissenes Innenband. Sie wollte beide voll vernünftig sein und sind die letzte Abfahrt schön auf der Piste runter. Aber ebenfalls bei Null-Sicht wie bei mir. Da passierte es, dass Laura einen Schneehügel übersah, der Ski verkantete und sie quasi einen Spagat machte. Shit-Happens. Am Ende, eine sehr ärgerliche Verletzung, aber zum Glück etwas mit Geduld von selbst heilt. Naja…nachdem sie mit dem Knie nicht den Bus fahren konnte (es war das linke) packte ich wieder alles um. Danach machten wir uns auch noch ready und dann hieß es auch Engelberg Ciao sagen. Es war wie immer genial, wenn auch etwas unglücklich auf der Zielgeraden. Aber die Zeit davor bleibt und es war mega lustig mit Steffen. Gerne wieder.
Unsere Heimfahrt war dann auch wieder geprägt von vielen Gesprächen, und ich war froh, dass er dabei war..sonst wäre es echt fad geworden. Laura fuhr nämlich mit dem MINI wieder in den Schwarzwald.

