17.04.2026: Kössen


Auf diesen Flug…bin ich besonders stolz. Nachdem ich mal wieder eine längere Pause hatte juckte es mich wieder fliegen zu gehen. Das Wetter sah gut aus und vor allem, es war Zwischensaison. Die Bahnen hatten noch zu und so waren insgesamt sehr wenige Leute unterwegs. Ich parkte unten an der Talstation und machte mich langsam über die Skipiste auf. AirPods drin, Hörbuch an und Puls immer unter 135bpm. Die Zeit verging, aber ich fühlte mich gut. Oben nahm der Wind langsam zu, aber immer noch ok. Ich war nur ob der Windrichtung etwas nervös. So ab der Mitte kamen dann die ersten Schneefelder und da der Weg n0ch nicht richtig eingetrampelt war, war nicht immer gleich ersichtlich welcher Weg der richtige ist. So querte ich mit Turnschuhen zwar weiche aber doch manchmal steile Altschneefelder. Jetzt keine Gefahr, aber ein Abrutschen wäre unangenehm. Weiter oben entschied ich mich dann für den direkteren Weg, was zunächst nicht so ideal war. Oben war die Skipiste noch fast vollständig intakt, dank der harten Präparierung. So ging ich am Rand zwischen Gebüsch und Skipiste auf dieser hoch. Es wurde steiler und ich nahm langsam die Stöcke zur Hand. Insgesamt ging es gut, da der Schnee weich war, aber es war dann doch einfach unschön zum gehen. Oben kam ich dann endlich wieder auf den Forstweg und über die letzte Kehre erreichte ich dann die Bergstation. Von hier ging ich rüber zum Startplatz der Schneebedeckt war. Hier machte sich gerade einer ready zum starten, ich machte es ihm gleich. Er hatte seinen Schirm schon ausgelegt, ich zog mich um bzw. machte mein Equipment ready. Nachdem ich ihm noch kurz geholfen habe startete er und ich war allein. Ich legte den Schirm aus, machte den Rucksack zu, checkte das Gurtzeug. Mein Puls war gut erhöht und ich war nervös. Es sah aber alles gut aus. Wind von vorne, Leinen alle gut und viel Platz. Also los. So zog ich auf, bremste an und lief. Ohne Probleme gings los. Ich genoss den Flug, der über der Skipiste durchaus ruppig wurde. Aber alleine der Blick nach links Richtung Kaiser war einfach genial. Ich genoss den Flug, steuerte aber direkt auf die Landewiese zu. Dort drehte ich meine Kreise, es hob mich immer wieder, aber langsam ging es runter. Der Wind war nicht so stark unten, die Fahne wehte mal so mal so, aber ich entschied mich für die Westwind Volte und landete ohne Probleme. Genial. Mein Puls, mein Adrenalin auf Anschlag….geil. Noch völlig euphorisch packte ich alles zusammen und ging mit einem Grinsen zurück zum Auto. Dank Zwischensaison hatte alles im Umkreis zu und zu meinem Pech war der Döner ausverkauft. Also Plan B. L’Osteria in Bernau. Hier kam ich total verschwitzt und fertig an, stopfte mir schnell die Pizza rein und weiterhin mit dem Grinsen im Gesicht ging es über die schöne Landstraße von Bernau nach Aschau, nach Hause.