02.05.2026: Hammerstein


Heute wollten Laura und ich zusammen einen Tour machen. Es war immer noch sehr warm (was wir nicht wussten, die Hitzewelle begann erst) und irgendwie juckte es mich auf den Hammerstein zu sehen. Ich sah ihn immer von meinem Büro aus und er lag zum größten Teil im Schatten. Also gings über den üblichen Weg Richtung Hofalm los. Durch den Wald durch war es zwar kühler, aber auch insgesamt stickiger. Alleine der Feuchtigkeitsunterschied reichte aus um mir den Schweiß runter laufen zu lassen. Aber es war insgesamt sehr schön. Man merkte wie die Natur im Frühling angekommen war und richtig Gas gab. Die Blätter kamen überall heraus und die Landschaft erstrahlte im satten Grün. Auch meine beiden Lieblingsbäume auf der Hofalm oben standen in voller Pracht. Auch wenn Maxi mit seinem Bier lockte, wir gingen an der Hofalm vorbei und bogen links Richtung Hammerstein ab. Wir folgten fast dem Wanderweg nach unten, aber am Ende machte unser Weg doch eine scharfe Biegung nach rechts und über steile Wurzelstufen ging es langsam hinauf. Der Weg war unten noch gut begehbar (wenn auch sehr steil), aber noch breit. Wir machten schnell Höhe und ergatterten schöne Ausblicke auf die Hofalm. Weiter oben wurde es dann doch nicht mehr so breit und meine Idee den Berg mal als Bike zu machen zerschlugen sich. Wir kämpften uns durchs Gestrüpp durch, bis wir am Felsdurchschlupf ankamen. Hier merkte ich schon wie mein Kopf anfing. Oh mein Gott, geht das noch. Wie wird das. Es war jetzt körperlich und technisch überhaupt nicht schwer, aber ich merkte..was meinem Kopf auch nicht gut tat, dass ich null Übung drin hatte. So stützten wir über das Drahtseil nach oben und der Rest zum Gipfelkreuz war dann nur noch ein Spaziergang. Von hier oben genossen wir die Aussicht und beobachteten die Gleitschirmflieger wie sie von der Kampenwand Richtung Hochries oder umgekehrt unterwegs waren. Es war ein schöner Tag…auch wenn es uns langsam reichte. Also ließen wir Zellerhorn aus und machten uns auf den Abstieg. Hier struggelten wir beide ordentlich. Mir fehlte noch immer die Kraft im Oberschenkel und es fühlte sich alles wacklig an und Laura kämpfte immer noch etwas mit ihrem Knie. Langsam und mit Stecken legten wir das steile Stück oben zurück und danach wurde es immer besser. Ach ja..irgendwie gemischte Gefühle. Es war ein unglaublich schöner Tag, aber ich bin noch weit weg von meinem eigentlich Ziel…bisschen frustriert trank ich dann noch mit Laura auf der Hofalm ein Bier (und es kam auch noch ein kleiner Snack dazu) bevor es runter nach Hause ging.