Nachdem uns der gestrige Tag einfach zu krass war mit all den Fliegern in der Luft beschlossen wir heute, trotz gutem Wetter wieder weiter zu fahren. Wir waren beide voll fein mit der Entscheidung, denn dieser Trubel führte einfach nur zu Stress und potentiellen Gefahren. So genossen wir ausgiebig die Sonne beim Frühstück und gingen noch kurz einkaufen. So italienische Supermärkte haben schon was. Vor allem stellte ich mal wieder fest, dass die Gemüseabteilung (ja..manchmal schaue ich mir das an) wesentlich besser ist als bei uns in Deutschland. Naja. Myr war bis obenhin voll mit Proviant und so gings wieder nach Norden. Über das Suganertal ging es auf der Landstrasse Richtung Gardasee. Schon beim ersten Mal ist mir aufgefallen wie wunderschön diese Ecke hier ist. Tiefe Einschnitte, hohe Berge, grüne Hänge. Einfach echt schön. Dazu dann noch der Fluss der sich wild unten im Tal den Weg bahnt. Nachdem wir nicht einfach nur fahren wollten entschieden wir uns für einen Zwischenstopp in Valcanover. Das ist ein Ort am Nordwestufer vom Caldonazzo-See. Hier waren wir das erste Mal und es gefiel uns richtig gut. Wir parkten direkt am Womo-Stellplatz und machten uns ready für die Wanderung. Es ging gemütlich über Straßen, Wege und kleine Pfade hoch nach Santa Caterina. Wir hatten immer wieder mega schöne Blicke auf den See und die dahinterliegende Berge. Es war so eine schöne Slow-Down Wanderung. Wir hatten Zeit zum Quatschen und gleichzeitig im Hier und Jetzt zu sein. Irgendwie war es sehr intensiv. Das Ende folgte der normalen Straße runter bis zurück zum Parkplatz. Dort gönnten wir uns noch einen kleinen Snack bevor es dann nach Torbole ging. Wir hatten Glück, denn auf dem Camping Maroadi hatte es nur noch drei freie Plätze. Diese Herbstferien hatten wir null auf dem Schirm. So bekamen wir noch einen einigermaßen guten Stellplatz (zwar nah an der Straße, aber in der Sonne) und bauten erneut das Picknick draußen auf. Sonne, italienische Salami und Gorgonzola, dazu Bier und Chips. Die simplen Dinge im Leben. Herrlich. Nachdem wir dem Treiben am Camping zugeschaut hatten und uns etwas erholt hatte ging es am Abend bei einem gemütlichen Spaziergang vor zum See. Hier war allerhand noch los. Viele Segler und sogar einige Winger. Das überraschte uns dann doch etwas. Und ja..es machte wieder Lust auf Wingen. Jetzt wo wir direkt am Chiemsee wohnten..irgendwie musste es gehen es diesen Frühling mal zu lernen. Ach..zu viele Sachen einfach. Wir mussten uns dann doch fast los reißen und gingen die Promenade entlang bis vor zur Pizzeria Al Porto. Hier der nächste Schock. Wir hatten zwar reserviert, aber die Schlange war echt lang vor dem Eingang. Auf unsere Frage hin ob jeder reserviert hätte bekamen wir nur ein deutsches „jaaaa“ zurück. Ok. Also schön warten. Als wir an der Reihe waren die Überraschung. Nein, sie hatten nicht reserviert und unser Tisch war natürlich noch frei und wir wurden zuvorkommend behandelnd. Sehr gut. So genossen wir den Abend bei ordentlich viel Pizza und Bier. Natürlich auch bei super schönen Gesprächen. Es war einfach toll wieder zusammen unterwegs zu sein. Der Weg zurück war dann einigermaßen anstrengend, so vollgefüllt wie ich war, aber dafür viel das Einschlafen simpel aus.
25.10.2025: Valcanover

